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@incollection{ Lorenz2006,
 title = {Von der Empirie zur Theorie am Beispiel Biolebensmittelwahl},
 author = {Lorenz, Stephan},
 editor = {Rehberg, Karl-Siegbert},
 pages = {2802-2812},
 year = {2006},
 publisher = {Campus Verl.},
 isbn = {3-593-37887-6},
 urn = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-143388},
 abstract = {"Als Beitrag zur Theoriebildung zu 'umweltgerechtem' Handeln soll im Vortrag die Möglichkeit der Verbindung von Empirie und Theorie exemplarisch diskutiert werden. Die zugrunde liegende qualitative/ fallrekonstruktive Studie fragt nach den Orientierungen von KonsumentInnen bei der Biolebensmittelwahl. Dabei interessieren einmal die Naturvorstellungen (was ist 'natürlicher' und deshalb 'besser' an Biolebensmitteln?), dann die Politikvorstellungen ('Politik mit dem Einkaufswagen'?) und schließlich der Umgang mit Wahlentscheidungen angesichts relativ neuer und marginaler Lebensmittel, also angesichts Unsicherheiten und Kontingenzen. Als idealtypische Fallstrukturen des Biokonsums werden dabei 'Lifestyle', 'Zurück zur Natur', 'Reflexive Biolebensmittelwahl' und 'Stellvertreter-Biokonsum' rekonstruiert. Auf dieser Grundlage wird in zwei Richtungen Anschluss an die umweltsoziologische Theoriebildung gefunden. Zum einen (inhaltlich) werden in unterschiedlichen Theorien wiederkehrende Problemstellungen und Diagnosen paradigmatisch aufgegriffen. So können die Fallstrukturen in den paradigmatischen Spannungsfeldern von Nutzen und Achten von Natur bzw. Eigeninteressen und Gemeinwohl in der Politik verortet werden. Zum anderen ermöglicht die strukturgeneralisierende Fallrekonstruktion (Oevermann) die Identifizierung sehr allgemeiner sozialer Strukturen im Umgang mit den Unsicherheiten und Kontingenzen von Entscheidungsproblemen. Auf dieser Ebene werden die Idealtypen der Fallstrukturen als Selbstbezug, Selbstlosigkeit, Vermittlung und Ambivalenz gefasst. Typologisch entsteht so ein umfassenderes Spektrum von Handlungsorientierungen, als sie von verschiedenen, umweltsoziologisch relevanten (z.T. noch wenig beachteten) Theorien oder Theorietraditionen erfasst werden. Während die beiden ersten Typen, der eigennützige bzw. ideologisch/ moralische, in polar strukturierten Theorien als Gegensatzpaare vorkommen (z.B. Eder), finden sich die folgenden in Theorien, die eher die Beziehungen der Gegensätzlichkeiten thematisieren. Für den Ambivalenztypus kann etwa auf Bauman und Elias verwiesen werden, für die Vermittlung etwa auf Giddens oder auch bestimmte Entwicklungen der Zivilisationstheorie (Wouters). Damit liegt ein zugleich systematischer wie empirisch rückgebundener Ausgangspunkt zur Reflexion vorhandener Theorieangebote vor." (Autorenreferat)},
}