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Der Plan Puebla-Panama: Mexiko entdeckt seine Südgrenze und die Beziehungen zu Zentralamerika neu

[Arbeitspapier]

Maihold, Günther

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-444599

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Institut für Iberoamerika-Kunde
Abstract "Mexiko blickt nach Norden - diese Aussage muss seit dem Abschluss des NAFTA-Vertrages und seinem Inkrafttreten am 1. Januar 1994 nicht weiter unterstrichen werden. Jedoch am selben Tag, als Mexiko seinen Eintritt in die "Erste Welt" feiern wollte, meldete sich aus dem Süden die zapatistische Guerilla, die dem Land und der Welt bewusst machte, dass es mindestens "zwei Mexikos" gibt. Auf der einen Seite das dynamische Mexiko der Nordgrenze mit Industrie und Sog der Arbeitskräfte des Landes in die Lohnveredelungsindustrie (Maquila) und hinüber in die USA; auf der anderen Seite des südliche Mexiko, in dem 28,2% der Bevölkerung und 72% der Indigenen des Landes leben, eine Region, die gerade einmal 9,7% des BIP Mexikos erwirtschaftet. Während im Norden das Pro-Kopf-Einkommen 4000 US-Dollar und der Analphabetismus 8% betragen, lauten die vergleichbaren Werte für den mexikanischen Süden und Südosten 2.300 US-Dollar und 19%. Allerdings bietet der Süden des Landes auch erhebliche ntwicklungspotentiale: umfangreiche Wasser- und Energiereserven, reiche biologische Vielfalt, klimatische Diversität, kulturellen Reichtum und ein umfassendes Arbeitskräftereservoir. Dieses Bild einer "reichen Region mit armer Bevölkerung" (Salazar, F. 2001), hoher Kindersterblichkeit, extremer Armut und der Marginalisierung weiter Regionen in der staatlichen Politik setzt sich auch jenseits der mexikanischen Grenze im Süden fort. Insofern erscheint es nur konsequent, wenn der bereits gewählte mexikanische Präsident Vicente Fox noch vor Antritt seines Amtes am 12. September 2000 gemeinsam mit den Gouverneuren von 9 Bundessstaaten des Südens und Südostens Mexikos in Costa Rica einen Entwicklungsplan für die marginalisierte Region von Puebla bis Panama ausrief. Dass dabei an Konzepte einer "mesoamerikanischen Region" angeknüpft wird, vermag auf den ersten Blick deutlich zu machen, dass das Problem Chiapas ein zentraler Ansatzpunkt für den neuen Plan ist." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Mexico; Latin America; international cooperation; development planning; foreign policy; social situation
Klassifikation internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2001
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe S. 237-243
Schriftenreihe Brennpunkt Lateinamerika, 22
ISSN 1437-6091
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht-kommerz.
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