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Symbole und die Bewältigung von Kontingenzerfahrungen : private Erinnerungsmale für Unfalltote am Straßenrand

Symbols and coping with contingency experiences : private memorials at the side of the road for people killed in road accidents
[Konferenzbeitrag]

Röhl, Tobias

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-153672

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Ausgehend vom (mundan)phänomenologischen Zeichen- und Symbolbegriff Schütz' bzw. Luckmanns möchte dieser materiale Beitrag aufzeigen, inwiefern Symbole von den Handelnden genutzt werden, um Kontingenzerfahrungen mit Sinn zu belegen und dadurch zu bewältigen. Anhand des Beispiels private Erinnerungsmale für Unfalltote am Straßenrand soll dies illustriert und diskutiert werden. Diese im deutschsprachigen Raum zumeist als Unfall- bzw. Straßenkreuze bekannten Gedenkstätten, helfen den Angehörigen von Unfalltoten mit dem plötzlichen und als kontingent erlebten Verkehrstod umzugehen. Zunehmend finden sich auch andere Symbole als das christliche Kreuz in den symbolisch aufgeladenen Arrangements der Erinnerungsmale. Neben schlichten Holztafeln sind hier vor allem die Erinnerungsmale der türkischen Minderheit in Deutschland zu nennen. Diese Gruppe greift anstelle des Kreuzes u.a. auf nationalstaatliche Kollektivsymbole wie etwa die türkische Nationalflagge zurück. Die Stärken eines (mundan)phänomenologischen Symbolbegriffs treten hier zutage. Prinzipiell kann alles zum Symbol werden, die Alltagswelt überschreiten und auf die 'großen' Transzendenzen (Tod, religiöse Erfahrungen, Rausch, Traum etc.) verweisen. Der Vortrag stellt dabei die Ergebnisse einer Studie zum Thema 'private Erinnerungsmale' vor, in deren Rahmen Interviews mit Betroffenen sowie Fotografien der Erinnerungsmale hermeneutisch ausgewertet wurden. Ferner kann der Vortrag klären, inwiefern die universale, in der 'Natur' des Menschen gründende Fähigkeit zum Schaffen und Deuten von Symbolen und Zeichen mit der je spezifischen sozio-historischen Ausprägung dieser Fähigkeit zusammenhängt. Hierzu sollen einerseits die unterschiedlichen Formen der Erinnerungsmale und die unterschiedlichen Sinnzuschreibungen miteinander verglichen sowie nach dem Zusammenhang von religiösen Vorstellungen und den Erinnerungsmalen gefragt werden. Andererseits soll nach möglichen Vorläufern und deren Bedeutung für die heutigen Erinnerungsmale gefragt werden. Hier sind beispielsweise die Sühnekreuze des Mittelalters und die Marterln in Süddeutschland und Österreich zu nennen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Schütz, A.; Luckmann, T.; symbol; sign; theory; sociological theory; death; contingency; experience; sense; reminiscence; accident; road; road traffic; concept; Turk; transcendence; hermeneutics; religious factors; historical analysis
Klassifikation Generelle Theorien der Sozialwissenschaften; Verkehrssoziologie; Sonstiges zur Soziologie; Sozialgeschichte, historische Sozialforschung
Methode Dokumentation; empirisch; empirisch-qualitativ; historisch
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 5916-5927
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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