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Zur Rolle des Schmerzes bei der Konzeptualisierung eines Körperbegriffs : körpersoziologische Reflexionen einer jugendlichen Körperkultur

The role of pain in the conceptualization of a concept of the body: body sociology reflections of an adolescent body culture
[conference paper]

Liebsch, Katharina

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Please use the following Persistent Identifier (PID) to cite this document:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-152429

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Corporate Editor Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Prozesse der Technisierung von Korporalität zielen auf die Optimierung des menschlichen Körpers: Die chirurgische Verschönerung des Körpers, die intensivmedizinische Verlängerung des Lebens, die biotechnologische Imitation von Körperfunktionen (z.B. Insulin oder Wundheilung), die reproduktionstechnologische Erzeugung von Körpern und Körperteilen dienen einer Verbesserung der Ästhetik und Funktionen von Körpern. Sterblichkeit, Verletzlichkeit und neue Formen verkörperter Gewalt hingegen rücken eher aus dem Blick gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Tendenziell vernachlässigt sind Überlegungen, die die technologische Veränderung der Lebendigkeit der Körpers, seine Empfindungsfähigkeit und seine Verletzlichkeit thematisieren. Der Beitrag möchte deshalb am Beispiel des Schmerzes die technologisch induzierten Veränderungen der Körperlichkeit und der Leiblichkeit genauer in den Blick nehmen. An zwei Beispielen körperkultureller Praktiken im Jugendalter und am Lebensende sollen anhand des Umgangs mit der Schmerzerfahrung unterschiedliche Formen der Entgrenzung des Körperlichen sichtbar gemacht werden. Das erste Beispiel bezieht sich auf die Praxis des 'Ritzen', eine Form körperlicher Selbstverletzung, die derzeit unter Jugendlichen zunimmt: Ritzen ist die absichtlich und willentlich herbeigeführte Verletzung des eigenen Körpers mit Rasierklingen oder Nadeln. Das zweite Beispiel beleuchtet die Praxis der Sterbebegleitung. Hier geht es im Unterschied zum ersten Beispiel darum, Schmerz anderer zu vermeiden. An der Grenzlinie zwischen Leben und Tod spielt der Wunsch eines 'ohne-Schmerzen-Sterben-Könnens' eine zentrale Rolle. Beide Beispiele dienen der Veranschaulichung von Praktiken, in denen 'Schmerz' als eine Schnittstelle von biophysiologischen Prozessen und kulturellen Symbolisierungsprozessen als verkörperte und diskursive Praxis in sozialen und kulturellen Prozessen hervorgebracht wird. Als Phänomene, die an den Rändern der Gesellschaft, in der Psychiatrie, Hospizen und Altenheimen zu finden sind, thematisieren sie körperliche Grenzerfahrungen und gesellschaftliche Umgangsformen und kulturalisierte Varianten von jugendlicher und erwachsener Leiblichkeit, die der Anspruch einer Optimierung durch die Medizin- und Biotechnologie nur teilweise erreicht." (Autorenreferat)
Classification Sociology of the Youth, Sociology of Childhood; Other Fields of Sociology; Gerontology
Method documentation
Free Keywords Bundesrepublik Deutschland; Jugendlicher; Körper; Körperlichkeit; Schmerz; alter Mensch; Sterben; Praxis; Diskurs; soziale Faktoren; kulturelle Faktoren; Psychiatrie; Altenheim; Biotechnik; Medizintechnik; Erwachsener; Soziologie; Sektionssitzungen; Sektion Jugendsoziologie/Sektion Medizin- und Gesundheitssoziologie: Veranstaltung I: Die Relevanz von Körperkulturen und die Stilisierung des Körpers bei Jugendlichen und Erwachsenen im Vergleich;
Collection Title Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Editor Rehberg, Karl-Siegbert
Conference 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Document language German
Publication Year 2008
Publisher Campus Verl.
City Frankfurt am Main
Page/Pages p. 1765-1773
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Published Version; reviewed
Licence Deposit Licence - No Redistribution, No Modifications
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