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Differenzierungsprozesse im Öko-Landbau : Differenzierung von Konzepten der Naturnutzung?

Differentiation processes in organic farming : differentiation of concepts relating to the use of nature?
[Konferenzbeitrag]

Engel, Astrid

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-152369

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Im Rahmen des Forschungsprojektes 'Von der Agrarwende zur Konsumwende?' wurde unter anderem der Frage nachgegangen, wie ökologisch wirtschaftende Landwirte mit den aktuellen Veränderungen der agrarpolitischen und marktlichen Rahmenbedingungen umgehen. Orientiert an den Ergebnissen vergleichbarer aktueller Untersuchungen wurde davon ausgegangen, dass sowohl die Entscheidung zur Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise als auch das Handeln des einzelnen Landwirts von verschiedensten, eng miteinander verknüpften Faktoren abhängt, unter anderem von der betrieblichen Faktorausstattung, persönlichen Zielsetzungen, Werthaltungen und dem sozialen Umfeld. Die Untersuchung wurde als qualitative Studie durchgeführt, die nach dem Kontrastprinzip zwei landwirtschaftlich sehr unterschiedlich strukturierte Regionen miteinander verglich: Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt wurden 101 leitfadengestützte Interviews mit Bio-Landwirten durchgeführt. Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass sich die Ziele und Strategien von Öko-Landwirten zunehmend ausdifferenzieren. Insgesamt konnten elf unterschiedliche Typen identifiziert werden. Gleichzeitig scheint sich - aufgrund der veränderten agrarpolitischen Rahmenbedingungen (EU-Agrarreform) - aber auch die Praxis der konventionellen Landwirte zunehmend auszudifferenzieren. Insgesamt verwischen sich damit die ursprünglich klaren Grenzen zwischen Öko-Landbau und konventioneller Landwirtschaft. Zu vermuten ist, dass damit auch eine Diversifizierung der mit den jeweiligen Praktiken bisher verbundenen 'Philosophien' der Naturnutzung einhergeht. Ausgehend von den Untersuchungsergebnissen soll in diesem Beitrag deshalb der Frage nachgegangen werden, inwieweit die traditionelle Gegenüberstellung von ganzheitlichen, wertbestimmten versus produktivistischen Paradigmen des Naturbezugs noch eine zutreffende Beschreibung der (zumindest unter Landwirten) vorfindbaren Orientierungen darstellt. Die empirischen Befunde verweisen eher darauf, dass sich auch im Öko-Sektor neue 'Patchwork'-Muster verbreiten. Theoretisch ließe sich dies zwanglos mit Konzepten erklären, die einen engen Zusammenhang zwischen Naturvorstellungen und konkreten, alltäglichen Praktiken der Naturnutzung postulieren (bspw. Mcnaghten & Urry)." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Federal Republic of Germany; Bavaria; Mecklenburg-Western Pomerania; regional comparison; comparison; organic farming; nature; utilization; conception; agriculture; farmer; paradigm; sustainability
Klassifikation Agrarsoziologie; Ökologie und Umwelt
Methode Dokumentation; empirisch; empirisch-qualitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 1829-1840
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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