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@incollection{ Janowitz2009,
 title = {Netnographie - Ethnographische Methoden im Internet und posttraditionelle Vergemeinschaftungen},
 author = {Janowitz, Klaus M.},
 editor = {Ohly, Peter},
 pages = {9},
 year = {2009},
 urn = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-65241},
 abstract = {Geht es um qualitiative Forschung im Internet, gelangt man schnell zu den Methoden der Ethnographie. Während in den frühen Jahren des Internets (als die "Neuen Medien" noch "neu" waren) das forschende Interesse v.a. dem Internet als einer eigenen - virtuellen - Welt 'in its own terms' galt, steht in den neueren Arbeiten der kulturelle Kontext, in dem Online-Interaktionen stattfinden und Sinn machen, im Vordergrund. Unabhängig voneinandeer wurden mehrfach auf das Internet anwendbare ethnographische Ansätze entwickelt. Die bekanntesten stammen von der britischen Soziologin Christine Hine ("Virtual Ethnography") und dem kanadischen Marketer Robert Kozinets ("Netnography"). Die Ansätze unterscheiden sich wenig in ihren Konzepten, mehr in ihren Anwendungsfeldern, die den unterschiedlichen Herkunftsfeldern ihrer Protagonisten entsprechen. Eng verbunden ist das Thema posttraditionaler Vergemeinschaftungen, die über das Internet entstehen, bzw. vorangetrieben werden. Die Teilhabe an Kommunikationsnetzwerken ermöglicht mehr und mehr deterritoriale Vergemeinschaftungen, wenn auch Vergemeinschaftung und soziale Bezüge nie ganz von räumlicher Nähe losgelöst sind. Posttraditionale Vergemeinschaftungen beruhen oft auf ästhetischen Präferenzen, einem als gemeinsam empfundenen Arbeits- und Lebensstil. Als Prototypen im Internet können Fan-Communities gelten, aber auch translokale Arbeits- und Wissensgemeinschaften. Theoretischer Bezugsrahemen ist u.a. das Konzept des Neotribalismus von Michel Maffesoli ("Le temps des tribus"). In der Marktforschung wurden einzelne Spezikationen zur Netnographie entwickelt.},
}