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@book{ Tausch2015,
 title = {Methodische Aspekte der Durchführung von Fokusgruppen in der Gesundheitsforschung: welche Anforderungen ergeben sich aufgrund der besonderen Zielgruppen und Fragestellungen?},
 author = {Tausch, Anja P. and Menold, Natalja},
 pages = {49},
 volume = {2015/12},
 year = {2015},
 issn = {2364-3781},
 urn = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-440165},
 abstract = {Ursprünglich für Marktforschungszwecke entwickelt, gewannen Fokusgruppendiskussionen auch in der
Gesundheitsforschung in den letzten Jahren zunehmend an Popularität. Bei der Durchführung müssen sich die Organisatoren jedoch weiterhin vorwiegend an Hinweisen aus der Markt- und Sozialforschung orientieren, da systematische Untersuchungen zu methodischen Anforderungen der spezifischen Zielgruppen und Fragestellungen der Gesundheitsforschung rar sind. Im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts INFOPAT wurden daher Moderatoren von Fokusgruppen mit Hilfe von qualitativen Interviews zu ihren Erfahrungen mit der Durchführung dieser Methode in ihrem spezifischen Forschungskontext befragt und daraus ein Kategoriensystem entwickelt. Es umfasst die Bereiche Rekrutierung, Kommunikation und Bewertung der Methode im eigenen Forschungskontext. Die Interkoder-Reliabilität ist mit .84 als zufriedenstellend zu bezeichnen. Die Ergebnisse zeigen, dass unter den von den Interviewten
beschriebenen methodischen Aspekten eine Reihe von Faktoren sind, die als typisch für Fokusgruppen
in der Gesundheitsforschung angesehen werden können. Im Bereich der Rekrutierung waren dies z.B. die Vorgabe zielgruppenspezifisch günstiger Zeiten und die Berücksichtigung der körperlichen Fitness der Patienten. Bei der Kommunikation stellte sich die hohe Informations- und Redebereitschaft der Patienten als ein wichtiger Punkt dar, dem mit einer ausgiebigen Vorstellungsrunde Rechnung getragen werden sollte. Darüber hinaus bezogen sich einige Aussagen noch spezifischer auf die konkrete Fragestellung, der Einführung einer technischen Neuerung. Hier bewerteten die Interviewten es als besonders wichtig, das Interesse aller Zielgruppenmitglieder zu wecken und für weniger technikaffine
Gruppenmitglieder einen Alltagsbezug herzustellen. Die Fokusgruppenmethode wurde in Abhängigkeit
von der jeweiligen Fragestellung (eher sozialwissenschaftlich oder eher technisch) unterschiedlich bewertet. Das Kategoriensystem kann als Grundlage für Vergleiche mit ähnlichen Interviews mit Forschern aus verschiedenen Kontexten der Gesundheitsforschung herangezogen werden.},
}