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@book{ Garzón2012,
 title = {Infrastrukturprojekte zwischen geopolitischen Interessen und lokalen Konflikten},
 author = {Garzón, Jorge and Schilling-Vacaflor,  Almut},
 pages = {8},
 volume = {10},
 year = {2012},
 issn = {1862-3573},
 urn = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-320625},
 abstract = {Am 15. August 2012 kündigte Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff ein Konjunkturpaket
an, das den Ausbau der Infrastruktur dynamisieren soll. Über 65 Mrd. USD sollen
in den Ausbau von 5.700 km Schnellstraßen und 10.000 km des Eisenbahnnetzes investiert
werden.
Brasilien übernimmt beim Ausbau der regionalen Infrastruktur im Rahmen der Initiative
zur Regionalen Integration Südamerikas (IIRSA) eine Führungsrolle. Zwölf südamerikanische
Staaten wollen 96 Mrd. USD in 524 Projekte im Transport- und Energiesektor
investieren. Gegen diese Projekte regt sich wegen der Missachtung von Menschenrechten
und Umweltstandards vielfach Widerstand.
   Brasilien deckt seinen Energiebedarf zu über 70 Prozent durch Wasserkraft. Um wirtschaftlich
wettbewerbsfähig zu bleiben, will es seine diesbezüglichen Kapazitäten in
den kommenden Jahren verdoppeln. Neue Wasserkraftwerke dafür sind nicht nur
in Brasilien, sondern auch in den Nachbarländern geplant.
   Proteste von lokalen Bevölkerungsgruppen und mit diesen verbündete Nichtregierungsorganisationen
(NRO) haben den Bau einiger Projekte gestoppt, so etwa das
Inambari-Wasserkraftwerk in Peru.
   In Bolivien löste der geplante Bau einer Schnellstraße durch den Nationalpark TIPNIS
Proteste aus und spaltete die Bevölkerung. Daran haben auch die von der Regierung
Morales organisierten Konsultationen nichts geändert.
   Die Konflikte zeigen, dass die Durchsetzung solcher Großprojekte sowohl die Einhaltung
von Umweltstandards als auch die Zustimmung der im unmittelbaren Umfeld
lebenden Bevölkerung benötigt.},
}