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@article{ Montau1996,
 title = {Täter als Opfer: Jugendliche Gewalttäter als Legitimierungskünstler},
 author = {Montau, Robert},
 journal = {Psychologie und Gesellschaftskritik},
 number = {1/2},
 pages = {63-79},
 volume = {20},
 year = {1996},
 urn = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-265901},
 abstract = {Mit dem Ziel der Entmystifizierung des in unserer Gesellschaft vorherrschenden archaisierten Bildes von der Jugendgewalt diskutiert der Beitrag Ergebnisse einer sozialwissenschaftlichen Untersuchung über die Selbstwahrnehmung von gewalttätigen Jugendlichen. Zu diesem Zweck wurden zehn Jugendliche aus Rostock-Lichtenhagen zum Teil in Einzelinterviews und in Gruppendiskussionen zu ihrem Selbstbild und Gewaltverständnis befragt. Aus den Einzelfallanalysen und Interviews werden Thesen entwickelt, die der Erklärung der Gewalt (Gewalt aufgrund von Streß, zum Spaß, zur Gestaltung der Alltagswelt, aufgrund von Ohnmacht, Anerkennung durch Gewalt) durch die Jugendlichen selbst dienen. Die Thesen zu den Ursachen und Formen der Gewalt erzeugen ein recht klischeehaftes Bild der Jugendlichen und scheinen auf den ersten Blick das Bild jugendlicher Gewalttäter als frustrierte Schläger zu bestätigen. Interessant an den Untersuchungsergebnissen ist jedoch, daß die gesellschaftlichen und emotionalen Ursachen ihrer Gewalt nicht nur gesellschaftlich funktional sind, sondern auch den jugendlichen Tätern als Legitimationsgrundlage dienen. (ICH)},
}