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%T Natur und Zivilisation im Habitus des Kriegers
%A Beck, Teresa Koloma
%A Schlichte, Klaus
%E Rehberg, Karl-Siegbert
%P 768-775
%D 2008
%I Campus Verl.
%@ 978-3-593-38440-5
%= 2010-10-01T15:19:00Z
%~ DGS
%> https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-153095
%X "Die Versuche, Akteure in zeitgenössischen Kriegen begrifflich zu fassen, beschränken sich meist auf einfache Rubrizierungen als Warlords, Rebellen, Milizen, Soldaten und Guerillas. In diesem Vortrag soll ein anderer Weg eingeschlagen werden, um die analytische Tragfähigkeit und synthetische Kraft einer Kategorie zu erproben, die in den Arbeiten von Norbert Elias und Pierre Bourdieu in anderen Zusammenhängen entwickelt wurde, die Kategorie des sozialen Habitus. Indem der Habitus zur Natur gewordene Geschichte ist, enthält er doch auch immer Schemata der Wahrnehmung und Bewertung, die die nicht-menschliche Natur ebenso umfassen wie die menschliche Ordnung, die sich durch Erfahrung eingelebt hat und den Möglichkeitsraum strategischen Handelns absteckt. Im Vortrag soll das Verhältnis von Natur und Zivilisation im Habitus des Kriegers, gestützt auf Feldforschungen in Angola und Serbien, diskutiert werden. Die Differenz Natur-Zivilisation kommt auf dabei auf unterschiedliche Weise im Habitus des Kriegers vor. Zwei Thesen lassen sich hierzu formulieren: Nicht Natur und Zivilisation 'an sich' sind soziologisch interessant, sondern wie die Differenz im sozialen Habitus des Kriegers wirksam wird. Die gegensätzlichen sozialen Habitus angolanischer und serbischer Krieger dokumentieren, dass die Art und Weise, wie die Differenz von Natur und Zivilisation in den sozialen Habitus eingeht, davon abhängig ist, mit welchen naturräumlichen Bedingungen Krieger konfrontiert sind, wie sie sie erfahren und konzeptualisieren." (Autorenreferat)
%C DEU
%C Frankfurt am Main
%G de
%9 Sammelwerksbeitrag
%W GESIS - http://www.gesis.org
%~ SSOAR - http://www.ssoar.info