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@incollection{ Günther1997,
 title = {Von Scholochow zum Schmöker: Heftromanlektüre in den neuen Bundesländern},
 author = {Günther, Cordula},
 editor = {Rehberg, Karl-Siegbert},
 pages = {175-179},
 year = {1997},
 publisher = {Westdt. Verl.},
 isbn = {3-531-12878-7},
 urn = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-139264},
 abstract = {"Heftromane und Taschenhefte aus traditionellen Verlagen der alten Bundesländer gehören heute auch in der ehemaligen DDR zum alltäglichen Printmedienangebot. Für Leser in den neuen Bundesländern ist der Heftromanmarkt in seiner Komplexität und mit seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten relativ neu, andererseits bestand in der DDR trotz Einfuhrverbot und ideologisch-ästhetischer Stigmatisierung als 'imperialistische Massenliteratur' vor allem in Form von Tauschringen ein literarisches Subsystem für Heftromane. An solche literarischen Erfahrungen, an Lesesozialisationen, die länger als die DDR-Geschichte sind und an kulturelle Familientraditionen wird heute zum Teil angeknüpft. Durch diese Faktoren sowie die jahrzehntelange Nichtverfügbarkeit von Reihen, Titeln und Autoren, unterscheiden sich derzeit die Absatzzahlen und Rangplätze von Heftromanen in den neuen Bundesländern erheblich von denen in den alten Bundesländern. Dennoch wirken bei den Lesern soziale und literatursoziologische Besonderheiten aus der DDR-Entwicklung nach, am deutlichsten bei den 30 bis 50jährigen, die ausschließlich eine DDR-(Lese)Sozialisation durchlaufen haben. Unter ihnen finden sich am häufigsten Heftromanleser mit hohen Bildungsabschlüssen, vielfältiger und umfangreicher Lektüre und einem differenzierten Literaturgebrauch." (Autorenreferat)},
}