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Selbstberichtete Verhaltens- und Symptomhäufigkeiten : was Befragte aus Antwortvorgaben des Fragebogens lernen

Self-reported behavioral and symptom frequencies : what interviewees learn from prompted questionnaire answers
[Forschungsbericht]

Schwarz, Norbert; Scheurig, Bettina

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-68910

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen -ZUMA-
Abstract 'Der Einfluß von Antwortvorgaben auf Berichte von Symptom- und Verhaltenshäufigkeiten wird diskutiert. Mehrere Untersuchungen zeigen, daß die Befragten annehmen, daß das Verhalten eines 'durchschnittlichen' Befragten durch Werte im Mittelbereich der Skala abgebildet wird, und daß die Extreme der Skala die Extreme der Verteilung des Verhaltens in der Population wiedergeben. Die Befragten nutzen diese aus dem Wertebereich der Skala erschlossene Verteilungsinformation in vielfältiger Weise in ihrer eigenen Urteilsbildung. Erstens, ziehen sie den Wertebereich als Bezugsrahmen zur Einschätzung ihrer eigenen Verhaltenshäufigkeit heran und berichten höhere Häufigkeiten auf Skalen mit hohen als auf Skalen mit geringen Antwortvorgaben. Zweitens, entnehmen sie ihrer eigenen Plazierung auf der Skala Information über die relative Häufigkeit ihres Verhaltens verglichen mit anderen und berücksichtigen diese Vergleichsinformation in komparativen Urteilen, wie z. B. Beurteilungen der eigenen Gesundheit. Drittens, ziehen Befragte bei mehrdeutigen Fragen die Liste der Antwortalternativen als Interpretationshilfe heran, so daß die gleiche Frage in Verbindung mit unterschiedlichen Häufigkeitsvorgaben unterschiedliche Verhaltensweisen erfaßt. Darüberhinaus werden auch Diagnostiker selbst vom Wertebereich der Antwortvorgaben beeinflußt: Sie interpretieren die gleiche Verhaltenshäufigkeit als problematischer, wenn die Skala nahelegt, daß sie über- statt unterdurchschnittlich ist. Implikationen für die klinische Forschung und Diagnostik werden diskutiert.' (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter response behavior; biography; biographical method; development; questionnaire; rating scale; introspection; scaling; behavior evaluation
Klassifikation Erhebungstechniken und Analysetechniken der Sozialwissenschaften
Methode empirisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1991
Erscheinungsort Mannheim
Seitenangabe 21 S.
Schriftenreihe ZUMA-Arbeitsbericht, 1991/08
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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