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Syrische Flüchtlinge in Jordanien: zwischen Schutz und Marginalisierung

Syrian Refugees in Jordan: Between Protection and Marginalisation
[Arbeitspapier]

Bank, André

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-48142-8

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber GIGA German Institute of Global and Area Studies - Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Institut für Nahost-Studien
Abstract Mit knapp fünf Millionen Flüchtlingen ist Syrien das bedeutendste Ursprungsland aktueller Fluchtbewegungen. Obwohl mehrere Hunderttausend Syrer im Jahr 2015 nach Europa flohen, lebt die überwiegende Mehrheit von ihnen weiterhin in der direkten Nachbarschaft im Nahen Osten. Eine konfliktsensible Unterstützung der Flüchtlinge in den Hauptaufnahmeländern ist dringend geboten. •• Jordanien hat bezogen auf seine Einwohnerzahl mehr syrische Flüchtlinge aufgenommen als die Türkei, aber weniger als der Libanon. Rechtlich befinden sich die Flüchtlinge in Jordanien in einem unsicheren Schwebezustand zwischen temporärem Schutz und struktureller Marginalisierung. •• Innerhalb Jordaniens lebt die Mehrzahl der Syrer in der Hauptstadt Amman sowie in den grenznahen Städten und Gemeinden des Nordens, ein deutlich geringerer Teil in den offiziellen Flüchtlingslagern. Im Niemandsland des jordanisch- syrisch-irakischen Dreiländerecks harren zudem Zehntausende Flüchtlinge weitgehend ohne Versorgung aus. •• Während in nordjordanischen Städten wie Mafraq Immobilienbesitzer und lokale Unternehmer von der Präsenz der Flüchtlinge und den internationalen Hilfszahlungen profitieren, leiden hingegen neben den Syrern auch viele Jordanier unter dem Preisanstieg und dem angespannten Arbeits- und Wohnungsmarkt. •• Diese Konstellation birgt Konfliktpotenzial, da die Konkurrenzsituation vor Ort Vorurteile zwischen Jordaniern und Syrern vertiefen könnte. Von Einzelfällen abgesehen sind diese aber bis dato noch nicht in Gewalt eskaliert. Fazit: Der fortdauernde Krieg in Syrien macht eine Rückkehr der Flüchtlinge in absehbarer Zeit unwahrscheinlich. Da europäische Staaten inklusive Deutschland nicht willens sind, einer größeren Anzahl syrischer Flüchtlinge Schutz zu gewähren, ist eine deutliche Aufstockung der internationalen Hilfe für die Aufnahmeländer in der Region unerlässlich. Die finanzielle Unterstützung sollte dabei die heterogene Lebenswirklichkeit der Syrer in Jordanien – in Städten oder Camps – stärker berücksichtigen.
Thesaurusschlagwörter Syria; Jordan; policy on refugees; civil war; refugee; world refugee problem; socioeconomic position; financial assistance; humanitarian aid; UNHCR
Klassifikation Migration; internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2016
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 10 S.
Schriftenreihe GIGA Focus Nahost, 3
ISSN 1862-3611
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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