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Taking borders elsewhere: the political performance of phantom borders in Central Germany

Die Verlagerung von Grenzen: die politische Performanz von Phantomgrenzen in Mitteldeutschland
[Zeitschriftenartikel]

Baars, Roger; Schlottmann, Antje

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-459853

Weitere Angaben:
Abstract Der Artikel untersucht die Auswirkungen von lokal territorialen und administrativen Grenzen auf alltägliche Formen grenzüberschreitender politischer Zusammenarbeit. Es wird aufgezeigt, dass unsichtbare und scheinbar unbedeutende Landes- und Gemeindegrenzen (Rumford 2011) sowohl als Erscheinungsformen historisch sozialer Praktiken angesehen werden können, als auch gleichzeitig gegenwärtig wirkliche Verwaltungs-Grenzen wiederspiegeln (Parker & Vaughan- Williams 2009). Solche sub-nationalen Grenzen als Formen sozialer Praktiken, können begrifflich als Phantomgrenzen gefasst werden, welche direkte Auswirkungen auf alltägliche Formen der politischen Zusammenarbeit haben. Hierbei können bestimmte grenzüberschreitende Projekte gefördert und unterstützt werden, während andere mehr oder minder starke Behinderungen erfahren. Am Beispiel der Mitteldeutschen Demografie-Initiative wird aufgezeigt, wie sich Länder- und Gemeindegrenzen konkret auf politische Formen der Kooperation im Bereich Demografie auswirken (können). Im Gegensatz zu Bouzas (2012) Grenz-Konzept als Raum der Vernetzung und Kooperation, argumentieren wir in diesem Artikel, dass Phantomgrenzen auf sub-nationaler, lokaler Ebene eine überwiegend trennende Wirkung haben. Dies lässt sich, unter anderem, auf das föderale System der öffentlichen Finanzierung in der Bundesrepublik Deutschland zurückführen. Darüber hinaus wird in diesem Artikel aufgezeigt, wie sich territoriale Container-Vorstellungen und deren scheinbar feste Grenzen auf alltägliche Praktiken der politischen Zusammenarbeit auswirken. Konzeptionell streng abgegrenzte administrative Räume scheinen eine grenzüberschreitende politische Zusammenarbeit eher zu behindern als zu fördern. Dies deutet darauf hin, dass territoriale und administrative Phantomgrenzen erhebliche Auswirkungen auf alltägliche Formen sozialer Praktiken der politischen Kooperation haben können, egal auf welcher Ebene diese verortet werden. (Autorenreferat)

This paper considers the impact of sub-national territorial and administrative borders on cross-border cooperation. Such invisible and seemingly insignificant borders (Rumford 2011) at the local level we consider as demarcations that are not only remnants of historical social practices but also contemporary administrative lines in the sand (Parker & Vaughan-Williams 2009). We argue that sub-national borders as remnants of social practices can be conceptualised as phantom borders that affect everyday cross-border cooperation by facilitating certain political projects while delimiting others. The example of the Central German Demography Initiative shows in more detail how sub-national borders impact significantly on political processes of cross-border cooperation. Contrary to Bouzas (2012) suggestion that borders are an interlinking and cooperative space, we illustrate that sub-national phantom borders seem to have predominantly a dividing and separating effect. This is attributed, among other reasons, to the structure and purpose of Germany's financial administration and allocation system as well as to current procedures and mechanisms of public funding. In addition, we demonstrate that territorial container images and their seemingly fixed borders are highly influential in everyday political practice. Sub-national cross-border cooperation proved as regularly trapped in strict container spaces of financial administration that obstruct rather than facilitate political initiatives across administrative borders. As an overall result, it is suggested that territorial and administrative phantom borders should be considered carefully regarding their effects on everyday social practices, no matter at what scale these borders are performed. (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Bundesland; Saxony-Anhalt; Saxony; Thuringia; cooperation; regionalization; regional policy; spatial planning; Federal Republic of Germany
Klassifikation Raumplanung und Regionalforschung
Freie Schlagwörter Grenze; soziale Praktiken; Containerräume; Mitteldeutschland
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2015
Seitenangabe S. 90-100
Zeitschriftentitel Europa Regional, 22.2014 (2015) 3-4
Heftthema Zur Zeitlichkeit räumlicher Konstrukte: Grenzen und Regionen in Vergangenheit und Gegenwart
ISSN 0943-7142
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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