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Hürden für die Industrialisierung in Afrika

[Arbeitspapier]

Döver, Melike; Kappel, Robert

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-454546

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber GIGA German Institute of Global and Area Studies - Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Institut für Afrika-Studien
Abstract Trotz zahlreicher Konzepte und wirtschaftspolitischer Maßnahmen geht der Industrialisierungsprozess in Subsahara-Afrika (SSA) nur langsam voran. Die Afrikanische Union (AU) plädiert daher für einen erneuten Anlauf. Über viele Jahre gab es auf dem afrikanischen Kontinent kaum Fortschritte der Industrialisierung. Im gegenwärtigen Wachstumsprozess, der mit zunehmenden Investitionen verbunden ist, sollen die Weichen für industrielle Cluster, Industriezonen und die Einbindung afrikanischer Unternehmen in Wertschöpfungsketten gestellt werden. Derzeit ist das Wirtschaftswachstum noch vom Wachstum der Beschäftigung abgekoppelt; ein Industrialisierungsprozess könnte zu inklusivem Wachstum beitragen. Das Wirtschaftswachstum in SSA speist sich weitgehend aus dem Wachstum der Landwirtschaft und der Rohstoff- und Dienstleistungssektoren. In diese Bereiche fließen auch die Auslandsdirektinvestitionen. Mit Ausnahme von Südafrika, Äthiopien und Kenia verzeichnen nur wenige Länder ein eindeutiges industrielles Wachstum. Die industrielle Entwicklung in SSA ist weitgehend (mit der Ausnahme Südafrika) auf die Nahrungsmittel- und Agroindustrie, den IT-Sektor und die Produktion von einfachen Konsumgütern beschränkt; Äthiopien, Nigeria, Kenia und einige andere Länder entwickeln kleine industrielle Kerne. Der Strukturwandel in Afrika verläuft anders als der in Südkorea und Taiwan, die sich bereits in den 1950er bis 1960er Jahren von Agrar- zu Industrieländern transformierten. Trotz der Verbesserung des Geschäftsklimas und der sinkenden Handelskosten sind die Wachstumschancen für Industrieunternehmen in SSA begrenzt, nicht zuletzt aufgrund von Korruption, staatlichen Regulierungen, Sicherheitsproblemen und der Gefahr von politischen Krisen und Bürgerkriegen. Angesichts des globalen Wettbewerbs, des schnellen technologischen Wandels und der globalen Nachfrageverschiebungen hin zu Dienstleistungen scheint eine erfolgreiche Industrialisierung für die meisten afrikanischen Länder kaum erreichbar zu sein.
Thesaurusschlagwörter Africa South of the Sahara; Ethiopia; Nigeria; Republic of South Africa; industrialization; industrial policy; international economic relations; economic policy; economic growth; structural change; growth; crisis; developing country
Klassifikation Volkswirtschaftstheorie; Wirtschaftspolitik
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2015
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 8 S.
Schriftenreihe GIGA Focus Afrika, 7
ISSN 1862-3603
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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