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Internationales Engagement zeigt Erfolge: Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Kambodschas Textilsektor

[Arbeitspapier]

Giolbas, Anna; Gobien, Simone; Linde, Sarah

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-453403

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber GIGA German Institute of Global and Area Studies - Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Institut für Asien-Studien
Abstract Die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken Asiens geraten aufgrund eklatanter Missstände immer wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. In Kambodscha versuchen internationale und lokale Akteure durch innovatives Engagement die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Textilexporte machen etwa ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes von Kambodscha aus. Trotz einer relativ umfassenden Verankerung von Arbeitnehmerrechten in der kambodschanischen Gesetzgebung werden diese in der Textilindustrie nach wie vor häufig nicht durchgesetzt. Das im Jahr 1999 begonnene innovative Better Factories Cambodia-Projekt der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sollte hier Abhilfe schaffen. Im Ergebnis haben sich die Arbeitsbedingungen verbessert, aber die Erfolge sind nicht eindeutig. Während zu Beginn der gemeinsamen Initiative der kambodschanischen Regierung und der ILO deutliche Verbesserungen erzielt werden konnten, flaute diese Entwicklung seit dem Jahr 2006 merklich ab. Gründe hierfür sind u.a. Änderungen in der Anreizstruktur für Textilunternehmen. Zwischen den Jahren 2001 und 2004 wurden Kambodscha besondere Handelsvorteile gewährt, wenn das Land die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie verbesserte. Der Mindestlohn für Textilarbeiter sank zwischen den Jahren 2001 und 2014 in realen Werten. Nach massiven Demonstrationen und Arbeitsniederlegungen stieg der Reallohn im Jahr 2014 erstmals an. Es wird zwar ein großer Anteil der Beschäftigten in der Textilbranche durch Gewerkschaften vertreten, Gewerkschafter werden allerdings massiv unter Druck gesetzt. Befristete Arbeitsverträge werden zudem als Druckmittel gegen Textilarbeiter eingesetzt. Problematisch ist insbesondere eine Zweiteilung des Sektors in exportierende Fabriken, die streng kontrolliert werden und die Arbeitsgesetze mehr oder minder befolgen, und Subunternehmen, die durch das Raster der offiziellen Kontrollen fallen.
Thesaurusschlagwörter Cambodia; textile industry; working conditions; occupational safety; ILO; labor law; representation of interests; humanization of work; Southeast Asia
Klassifikation Industrie- und Betriebssoziologie, Arbeitssoziologie, industrielle Beziehungen; Wirtschaftssektoren
Freie Schlagwörter "Decent Work"
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2015
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 8 S.
Schriftenreihe GIGA Focus Asien, 7
ISSN 1862-359X
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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