Export für Ihre Literaturverwaltung

Übernahme per Copy & Paste
Bibtex-Export
Endnote-Export

       

Weiterempfehlen

Bookmark and Share


"Verlorene Generation"? - Weltweit immer mehr Jugendliche arbeitslos

[Arbeitspapier]

Schucher, Günter; Sauter, Laura

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-374785

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber GIGA German Institute of Global and Area Studies - Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien
Abstract Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist in den letzten Jahren weltweit stark gestiegen. Jugendliche sind mehr als doppelt so häufig arbeitslos wie Erwachsene. Ende 2013 waren rund 74,5 Millionen junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren ohne Job. Die Weltfinanzkrise hat dabei nur Probleme verschärft, deren Wurzeln tiefer liegen. Wirtschaftsstrukturelle Barrieren, demografische Trends oder auch die Gestaltung und Qualität des Bildungssystems sind in jeweils unterschiedlichem Ausmaß für die Probleme verantwortlich. Arbeitslosigkeit ist dabei nur ein "Teilindikator" für die unzureichende Beschäftigungslage der Jugendlichen. Vor allem in Entwicklungsländern muss zu deren Bewertung auch die Zahl der Entmutigten hinzugezogen werden. Im Ergebnis der demografischen Transition entstand in allen Teilen der Welt ein "Jugendüberhang", dessen Höhepunkt in den meisten Regionen allerdings bereits überschritten ist. Nur in Südasien und vor allem im subsaharischen Afrika nimmt die Zahl der Jugendlichen noch weiter zu. Ihre wachsende Zahl führt aber nicht überall zu Arbeitslosigkeit, sondern teilweise auch zu Unterbeschäftigung in atypischen Jobs. In den Industrieländern besteht für niedrig Qualifizierte ein höheres Risiko, einen angemessenen Job zu finden. Vor allem in Entwicklungsländern wächst dagegen mit dem Ausbau des Bildungswesens häufig der Anteil arbeitsloser und unterbeschäftigter qualifizierter Arbeitskräfte. Das zeigt auch ein Vergleich einzelner Länder untereinander wie Tunesien, Südafrika, Brasilien, China, Spanien und Deutschland. Ein wesentlicher Ansatzpunkt zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit ist neben länderspezifischen und kurzfristigen Maßnahmen vor allem die langfristige Förderung der arbeitsmarktnahen beruflichen Ausbildung. Bei einer nicht ausreichenden Absorptionskraft der Arbeitsmärkte und erfolgloser Arbeitsmarktpolitik wächst die Gefahr der Radikalisierung der jugendlichen Arbeitslosen.
Thesaurusschlagwörter adolescent; unemployment; conflict potential; level of education; demographic factors; underemployment; government promotion of vocational training; labor market policy; social effects; social problem; propensity to violence; demographic transition
Klassifikation Jugendsoziologie, Soziologie der Kindheit; Arbeitsmarktforschung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2014
Erscheinungsort Hamburg
Seitenangabe 8 S.
Schriftenreihe GIGA Focus Global, 3
ISSN 1862-3581
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
top