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Rückkehr und Entwicklung : Folgen von Rückkehr im Herkunftsland

Return and development - consequences of the return to the country of origin
[Arbeitspapier]

Laaser, Mirjam

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-353845

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Universität Bielefeld, Fak. für Soziologie, Centre on Migration, Citizenship and Development (COMCAD)
Abstract Rückkehrer sind, so die Verfasserin, als bedeutende Akteure in ökonomischen, sozio-politischen wie auch kulturellen Entwicklungsprozessen ihrer Herkunftsgesellschaften zu sehen. Die sozialen Transfers bieten ebenso wie die finanziellen Transfers für die Beteiligten eine Erweiterung an Wahlmöglichkeiten im Sinne des Entwicklungsverständnisses der UNDP. Die Differenzierung nach regionalen Spezifika ist ein entscheidender Aspekt bei der Analyse bestehender Beziehungen. Ebenso sind die Berücksichtigung der unterschiedlichen Ausbildungsgrade der Rückkehrer, die Zeit, die im Ausland verbracht wurde sowie die Art der Mobilität bzw. die Hintergründe für die Migration (Arbeitsmigration, Bildungsmigration, Flüchtlinge etc.) von Bedeutung. Diese Aspekte sind gerade für die Möglichkeiten, wie Rückkehrer sich in ihren Herkunftsländern einbringen können, zentral. Die zumeist katastrophale Lage auf dem Arbeitsmarkt in den Herkunftsländern steht in direktem Zusammenhang mit dem zu verzeichnenden Boom von Tätigkeiten in der Selbständigkeit der Rückkehrer. Dies ist hinsichtlich möglicher Entwicklungspotenziale und Förderungsprogramme von großer Bedeutung. In diese Zusammenhänge spielt auch hinein, dass insbesondere Tätigkeiten im Bereich der niedrig qualifizierten Migranten zum Zwecke der Überlebenssicherung (z.B. selbständige Geschäfttätigkeiten an Schnittstellen zwischen formellen und informellen Bereichen) nicht Mustern der offiziellen Seite folgen. Durch das wechselseitige Überlappen von traditionellen und modernen Werten und Normen und durch parallel und quer zueinander verlaufende Prozesse der Schaffung von Nähe (Einbettung), aber auch von Entmischung und Distanzierung (Entbettung), sind die Rückkehrer in Transformationsprozesse eingebunden, die ihre Tätigkeiten bestimmen. Politische Maßnahmen können die Bedingungen von Transferzahlungen deutlich verbessern: Einerseits hinsichtlich billiger, schneller und sicherer Transfermöglichkeiten, andererseits hinsichtlich der Verbesserung der Umsetzung von Entwicklungspotenzialen. Die vorhandenen Positivbeispiele hochqualifizierter Rückkehrer in Schlüsselpositionen beschränken sich zwar zum Großteil auf Erkenntnisse bzgl. temporärer Re-Migration, bieten aber Anlass zu verhaltener Hoffnung, an dieser Stelle einen entwicklungspolitischen Ansatzpunkt zu haben. Maßnahmen für niedrig qualifizierte Rückkehrer, die den Großteil der Rückkehrer ausmachen, dürfen hierbei jedoch nicht vernachlässigt werden. (ICF2)
Thesaurusschlagwörter remigration; development policy; country of origin; brain drain; transfer payments; cultural capital; value-orientation; setting up a business; reintegration; labor market; microeconomic factors; promotion; program; migrant; Senegal; India; West Africa; South Asia; developing country
Klassifikation Migration; Entwicklungsländersoziologie, Entwicklungssoziologie
Methode anwendungsorientiert; deskriptive Studie; empirisch; empirisch-quantitativ
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Erscheinungsort Bielefeld
Seitenangabe 35 S.
Schriftenreihe COMCAD Working Papers, 36
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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