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Limits to Russian Soft Power in the Post-Soviet Area

Begrenzungen für russische »soft power« im postsowjetischen Gebiet
[Arbeitspapier]

Ćwiek-Karpowicz, Jarosław

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-350247

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
Abstract "The influence of soft power is very difficult to measure. It is associated with intangible resources such as culture or ideology, as well as the ability to use them skillfully in order to gain allies through attraction rather than coercion or payments. After the collapse of communism, Russia retained a huge military potential from the Soviet Union but largely lost its cultural and ideological appeal. Therefore, in order to rebuild its external attractiveness (at least in the post-Soviet space), Russia began to develop its foreign policy according to soft power principles. But Russian policy-makers misinterpreted the concept of soft power. They failed to appreciate the idea of partnerships with clear advantages for both sides in the near and long term. Instead, Moscow perceives soft power as the capacity to influence, or even manipulate, public opinion in target countries. Although Russia possesses influential soft power channels to post-Soviet states like access to its labor market, language proximity, a common culture, and enormous energy resources, Moscow has been unable to enhance its attractiveness among its closest neighbors. Russian authorities focus most of all on loyal constituencies (such as compatriots living abroad) and seek to mobilize people who already follow Russia’s goals and principles. Russia’s insufficient soft power activism in the post-Soviet area is also due to its neo-imperial attitude toward neighboring states. Moscow is not able to offer them an attractive vision of integration without building patterns of strong dependence. Therefore, its proposal of close political and economic cooperation seems quite dangerous for the sovereignty and long-term development of its neighbors. The notion of soft power holds strong normative potential based on domestic standards and norms of social and political life that are practiced in the state seeking to enhance its influence abroad. It is impossible to create an appealing external image without dealing effectively with domestic problems. Russia has many problems with corruption, the abuse of human rights, the lack of democracy, and the rule of law. Thus its model of political and socio-economic transformation cannot be seen as a positive example for other post-Soviet countries. As soft powers usually use the most transparent and democratic measures to build their external attractiveness, the only way for Russia to become a real soft power in the post-Soviet area is to introduce serious internal reforms that focus on the liberalization of its economy and the democratization of its political system. It is only through real democratic change that Russia will reach its soft power potential." [author's abstract]

"Zusammenhang mit immateriellen Ressourcen wie Kultur oder Ideologie, wie auch mit der Fähigkeit, diese geschickt einzusetzen, um Verbündete eher durch Anziehungskraft statt durch Zwang oder Bezahlung zu gewinnen. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus behielt Russland ein riesiges Militärpotenzial aus dem Erbe der Sowjetunion, verlor aber so gut wie jegliche kulturelle und ideologische Anziehungskraft. Daher begann Russland in dem Bestreben, seine Anziehungskraft im Ausland (zumindest im postsowjetischen Raum) wiederherzustellen, seine Außenpolitik gemäß Prinzipien der »soft power« zu entwickeln. Doch dabei unterlagen die russischen Politiker einer Fehlinterpretation dieses Konzepts. Sie wussten die Idee einer Partnerschaft mit klaren Vorteilen für beide Seiten nicht wertzuschätzen. Stattdessen nimmt Moskau »soft power« nur wahr als das Potenzial zur Beeinflussung, ja zu Manipulation der öffentlichen Meinung in Zielländern. Auch wenn Russland wichtige Kanäle für »soft power« gegenüber postsowjetischen Staaten besitzt wie etwa der Zugang zu seinem Arbeitsmarkt, sprachliche Nähe, eine gemeinsame Kultur und riesige Energieressourcen, sah es sich außerstande, seine Anziehungskraft für die direkten Nachbarn zu erhöhen. Die russischen Machthaber konzentrieren sich vor allem auf eine loyale Anhängerschaft (wie etwa Landsleute, die im Ausland leben) und bemühen sich darum, Menschen zu mobilisieren, die Russlands Ziele und Prinzipien bereits teilen. Russlands unzureichende »soft power«-Aktivitäten in der postsowjetischen Region sind ebenfalls bestimmt durch seine neoimperiale Einstellung gegenüber den Nachbarländern. Moskau ist unfähig, ihnen eine attraktive Aussicht auf Integration zu bieten, ohne zugleich wieder Muster einer starken Abhängigkeit einzuführen. Deshalb erscheint sein Vorschlag einer engen wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit recht gefährlich für die Souveränität und langfristige Entwicklung seiner Nachbarn. Der Begriff der »soft power« enthält ein starkes normatives Potenzial, das auf innenpolitischen Standards sowie Normen des sozialen und politischen Lebens beruht, die in dem Staat praktiziert werden, der seinen außenpolitischen Einfluss vergrößern will. Es ist unmöglich, ein attraktives Image im Ausland zu schaffen, ohne sich wirksam mit innenpolitischen Problemen auseinanderzusetzen. In Russland bestehen große Probleme mit Korruption, der Missachtung von Menschenrechten, mit einer mangelhaften Demokratie und einem schwachen Rechtsstaat. Deshalb kann sein Modell der politischen und der sozioökonomischen Transformation kein positives Vorbild für andere postsowjetische Staaten sein. Da »soft powers« üblicherweise die transparentesten und demokratischsten Maßnahmen einsetzen, um ihre nach außen wirkende Anziehungskraft aufzubauen, besteht die einzige Möglichkeit für Russland, zu einer wirklichen »soft power« im postsowjetischen Gebiet zu werden, im Beginn ernsthafter innerer Reformen, die sich auf die Liberalisierung seiner Wirtschaft und die Demokratisierung seines politischen Systems konzentrieren. Nur durch wirkliche demokratische Veränderung wird Russland sein volles Potenzial an »soft power« erreichen." [Autorenreferat]
Thesaurusschlagwörter Russia; USSR successor state; post-socialist country; foreign policy; political regime; politics; political influence; political power; international relations; foreign countries; Soviet Occupation Zone; political communication; political strategy
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur; internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2012
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 16 S.
Schriftenreihe DGAP-Analyse, 8
ISSN 1611-7034
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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