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"What Does Russia Want?" Investigating the Interrelationship between Moscow's Domestic and Foreign Policy

"Was möchte Russland?" Untersuchung der Wechselbeziehung zwischen Moskaus Innen- und Außenpolitik
[Arbeitspapier]

Torbakov, Igor

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-349925

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
Abstract "Moscow’s increasingly assertive behavior has given rise to intensive speculation as to what the ultimate goals of Russia’s foreign policy are. Basically, the question that needs to be answered is: What does Russia want? I would argue that it is impossible to understand the logic of Russia’s international conduct without investigating the intimate and intricate link between the country’s domestic politics and its foreign policy. The intent thus is to place a special emphasis on studying how the nature of Russia’s socio-political system influences Moscow’s policies in the international arena. I start off with postulating a thesis that, ultimately, the goal of Russian foreign policy efforts is to create conditions for preserving and perpetuating the current political and economic regime, while seeking to attain its legitimation by the international community. Specifically, this means that the Kremlin’s three-pronged objective is: to secure the persistence of a system of authoritarian rule and of bureaucratic capitalism; to have this system recognized as valid in its own right—being equal (or even superior) to the Western liberal model; and to integrate Russian economy into the global system while shielding the domestic policies from the “pernicious” outside influences. My second thesis is that it is precisely the nature of Russia’s socio-political system that makes Moscow’s policies both towards the West and its ex-Soviet neighbors within the common neighborhood inconsistent and contradictory. Since the specific characteristics of Russia’s regime make integration with Western/EU institutions all but impossible, the Kremlin leadership proclaims Russia’s strategic independence. The intent to cast Russia as an independent pole inevitably compels the Kremlin leadership to focus on the country’s immediate strategic neighborhood—what has famously been called the sphere of Russia’s “privileged interests”—where Russia seeks leadership and closer integration. But paradoxically, the seeming affinity between the authoritarian regime in Russia and those in most East European countries appears to be the main factor preventing successful integration. The thing is that authoritarian power simply cannot be delegated. This explains why Russia ends up being faced with the seemingly intractable attraction- assertion dilemma. Being unable to integrate its neighbors, Russia seeks to aggressively assert itself and its interests. But Moscow’s increasingly muscular policies seem to contradict Russia’s stated intention to attract allies and cast itself as an appealing socio-economic model to be emulated by the like-minded partners." [author's abstract]

"Russlands zunehmend bestimmendes Verhalten hat Spekulationen über die ultimativen Ziele russischer Außenpolitik befeuert. Grundsätzlich sollte in diesem Zusammenhang die Frage beantwortet werden: Was möchte Russland? Dafür muss unbedingt die enge und komplizierten Verbindung zwischen der Innen- und Außenpolitik des Landes untersucht werden. Ziel ist es deshalb, einen besonderen Schwerpunkt auf die Frage zu legen, wie das Wesen des russischen sozio-politischen Systems Moskaus Politik gegenüber dem internationalen Umfeld beeinflusst. Ich beginne mit der These, dass die Anstrengungen russischer Außenpolitik letztendlich dem Ziel dienen, das bestehende politische und ökonomische Regime aufrechtzuerhalten und zu schützen, wobei die internationale Gemeinschaft dieses Regime auch noch legitimieren soll. Im Besonderen heißt das, dass der Kreml drei Ziele hat: Sicherung des Fortbestehens eines Systems autoritärer Herrschaft und eines bürokratischen Kapitalismus; Anerkennung dieses Systems als gültig aus eigenem Recht – gleichwertig (oder gar überlegen) zum westlich-liberalen Modell; und Integration der russischen Wirtschaft in die Weltwirtschaft mit Abschirmung der Innenpolitik von »schädlichen« äußeren Einflüssen. Meine zweite These lautet, dass gerade dieses russische sozio-politische System Moskaus Politik gegenüber dem Westen und seinen postsowjetischen Nachbarn unbeständig und gegensätzlich macht. Da die besondere Charakteristik des russischen Regimes eine Integration mit westlichen und EU-Institutionen fast ausschließt, verkündet das Land seine strategische Unabhängigkeit. Die Absicht, Russland als unabhängigen Pol zu präsentieren, zwingt die Kremlführung dazu, sich auf die unmittelbare Nachbarschaft zu konzentrieren – was bekanntlich als Sphäre russischer »privilegierter Interessen« bezeichnet wird. In dieser Region strebt Russland einen Führungsanspruch und enge Integration an. Paradoxerweise scheint die scheinbare Geistesverwandtschaft zwischen dem autoritären Regime in Russland und denen in den meisten osteuropäischen Ländern das Haupthindernis für eine erfolgreiche Integration zu sein. Dieser Zusammenhang erklärt, warum Russland letztendlich einem unlösbaren Anreiz- Behauptungsdilemma gegenübersteht. Indem es unfähig ist, seine Nachbarn zu integrieren, versucht Russland aggressiv sich selbst und seine Interessen durchzusetzen. Jedoch scheint Moskaus zunehmendes Muskelspiel seinem erklärten Ziel zu widersprechen, Verbündete zu gewinnen und sich selbst als ein attraktives sozio-ökonomisches Modell, das von den gleichgesinnten Partnern nachgeahmt wird, zu präsentieren. Aus diesem Grund wird Russland in seiner Nachbarschaft als Raufbold wahrgenommen, gegen den man antreten muss, statt als wohlmeinender Anführer." [Autorenreferat]
Thesaurusschlagwörter Russia; USSR successor state; post-socialist country; foreign policy; domestic policy; political regime; politics; political reform; political strategy; purpose; securing of power; socioeconomic system
Klassifikation politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
Methode Dokumentation
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2011
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 18 S.
Schriftenreihe DGAP-Analyse, 1
ISSN 1611-7034
Status Veröffentlichungsversion
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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