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Collective bargaining in Finland : legitimacy through deliberation?

Tarifverhandlungen in Finnland : Legitimität durch Deliberation?
[Zeitschriftenartikel]

Bobacka, Roger

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-346181

Weitere Angaben:
Abstract "Die Inklusion wirtschaftlicher Interessengruppen in den politischen Prozess stellt die repräsentative Demokratie vor das Problem, dass das Parlament bei wichtigen sozialen und ökonomischen Entscheidungen übergangen wird. Ausgangspunkt dieses Beitrags ist die Frage, ob Arrangements dieser Art legitimiert werden können als eine Form deliberativer Demokratie, in der Entscheidungen getroffen werden nach abwägender Beratung zwischen denen, die davon letztlich betroffen sind. Der empirische Teil bezieht sich auf die finnische Gesetzgebung zur Arbeitszeit in den 1990er Jahren. Die Fallstudie zeigt, dass die Repräsentanten der Interessengruppen bei der Kontroverse über die Arbeitszeitfrage von anfänglicher Bekundung zum vernünftigen Kompromiss zu verhärteten Positionen wechselten. Eine für die deliberative Demokratie ideale Annahme, dass die Beteiligten nach Beratung zu einem gemeinsamen Ergebnis fänden, blieb in diesem Fall unbestätigt. Wichtigste Schlussfolgerung ist, dass selbst wenn die Einbeziehung der ökonomischen Interessengruppen in den Politikprozess nach Kriterien der wirtschaftlichen Wohlfahrt und des sozialen Friedens legitimiert werden kann, bleibt es fraglich, ob ihre Inklusion mit den Kriterien der repräsentativen oder der deliberativen Demokratie übereinstimmen." (Autorenreferat)

"The inclusion of main economic interest groups in policy making poses a distinct dilemma for representative democracy, because the parliament often becomes effectively bypassed in the making of important social and economic policies. The aim of this article is to discuss whether the arrangements instead could be legitimised as a form of deliberative democracy, where decisions are made through deliberation and reasoning among those whom decisions ultimately concern. The empirical part of the article is represented by an evaluation of the development of the Finnish working hours legislation in the 1990s. The case study shows that after the representatives from the main economic interest groups started deliberating the working hours issue in detail, deliberation moved from initial expressions of the need for reasoned compromise to entrenched positions. A deliberative democratic ideal, where participants should agree on a single course of action as a result of deliberation did not materialise in this case. The main conclusion is that even if the inclusion of main economic interest groups in policy making may be legitimised by outcomes in terms of economic well-being, labour market peace etc., the problem from a democratic point of view is that the inclusion does not comply with either representative or deliberative democratic criteria." (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter Finland; pressure-group politics; representation of interests; representative democracy; deliberation; deliberative democracy; legislation; labor law; working hours; legitimacy; collective bargaining
Klassifikation Einkommenspolitik, Lohnpolitik, Tarifpolitik, Vermögenspolitik; politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2002
Seitenangabe S. 425-440
Zeitschriftentitel Industrielle Beziehungen : Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management, 9 (2002) 4
ISSN 0943-2779
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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