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The economic crisis and labour migration policy in European countries

Die Wirtschaftskrise und Arbeitsmigrationspolitik in Europa
[Zeitschriftenartikel]

Kuptsch, Christiane

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(externe Quelle)

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bib-cpos-2011-17en5

Weitere Angaben:
Abstract This paper reviews changes in migration policies as a response to the 2008 financial and economic crisis and examines issues of migration governance. Countries in Europe opted to make new immigration more difficult, protected their labour markets for native born workers, encouraged the return of migrant workers and intensified efforts to curb irregular migration. Clear patterns or reasons for variation in policy responses are not discernible, but it is safe to say that only countries with a significant recent influx of migrants have taken high profile measures at all. The crisis has led to a shift in perspective of the State and its role in economics which is now seen as useful instead of undesired. Previously prevailing neo-liberal thought relegated the State to the “high politics” of sovereignty and security issues. The crisis has highlighted labour market issues, and migrants are now increasingly portrayed as economic agents instead of security threats. This offers room for the State to assert its protective role vis-à-vis migrant workers – a welcome development. The analysis has an International Relations/Political Economy perspective and is largely based on (official) news releases and secondary sources.

Im Rahmen dieses Beitrages werden Kursänderungen in der Migrationspolitik infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 sowie Aspekte des Migrationsmanagements untersucht. Europäische Länder entschlossen sich dazu, Neuzuwanderungen zu erschweren, ihre Arbeitsmärkte für einheimische Arbeitskräfte zu schützen, die Rückkehr von Arbeitsmigranten zu fördern und die irreguläre Migration verstärkt zu bekämpfen. Klare Muster oder Gründe für unterschiedliche politische Reaktionen sind nicht auszumachen, man kann aber mit Sicherheit sagen, dass nur Länder, die in der jüngeren Vergangenheit signifikante Migrationszuströme verzeichneten, überhaupt Maßnahmen mit hoher öffentlicher Wahrnehmung ergriffen haben. Die Krise hat zu einem Perspektivwechsel geführt, was den Staat und seine Rolle in Bezug auf die Wirtschaft betrifft, die nun als nützlich statt unerwünscht betrachtet wird. Die bisher vorherrschende neo-liberale Sicht billigte staatliches Handeln lediglich im Bereich der „Hohen Politik“ von Souveränitäts- bis Sicherheitsfragen. Die Krise hat Arbeitsmarktfragen in den Vordergrund gerückt; Migranten werden nun zunehmend als ökonomische Akteure anstatt als Sicherheitsrisiken betrachtet. Dies lässt dem Staat Spielraum, seine Schutzfunktion gegenüber ausländischen Arbeitnehmern wahrzunehmen – eine begrüßenswerte Entwicklung. Die Analyse wurde aus dem Blickwinkel internationaler Beziehungen bzw. aus volkswirtschaftlicher Perspektive durchgeführt und beruft sich größtenteils auf (offizielle) Pressemitteilungen und Sekundärquellen.
Thesaurusschlagwörter Europe; economic crisis; financial crisis; labor migration; foreign worker; migration policy; labor policy; immigration policy; labor market trend
Klassifikation Migration; Arbeitsmarktpolitik
Methode deskriptive Studie
Freie Schlagwörter crisis response; restrictive policies; role of the State
Sprache Dokument Englisch
Publikationsjahr 2012
Seitenangabe S. 15-32
Zeitschriftentitel Comparative Population Studies - Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, 37 (2012) 1-2
Heftthema Rethinking migration in times of economic crisis in Europe
DOI http://dx.doi.org/10.4232/10.CPoS-2011-17en
ISSN 1869-8999
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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