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'Die Zeichen an der Wand' : Denunziation aus der Perspektive des jüdischen Alltags im 'Dritten Reich'

'The signs on the wall' : denunciation from the perspective of everyday Jewish life during the 'Third Reich'
[Zeitschriftenartikel]

Marszolek, Inge

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-31352

Weitere Angaben:
Abstract Die Autorin analysiert die Funktion von Denunziationen für der Verschiebung von öffentlicher und privater Sphäre aus der Perspektive der Juden im nationalsozialistischen Deutschland. Zum Teil anhand von Fallbeispielen werden die ständige Bedrohung durch Denunziation in der Öffentlichkeit wie die Rolle der Medien bei der Volksverhetzung beschrieben, sei es aus der Sicht der Adressaten von Denunziationen oder Ihrer Funktion bei der Schaffung eines denunziationsfördernden Klimas. Für den Alltag der Juden bedeutete dies die permanente Gefahr, erkannt und denunziert zu werden; sie wurde zur tödlichen Bedrohung seit Beginn des Zweiten Weltkriegs. Aber auch schon die 'Zeichen an der Wand', die besonders in den Anfangsjahren des Regimes sich bemerkbar machten, kündigten die Entgrenzung der Gewaltpotenziale in der deutschen Gesellschaft an. Insgesamt versucht der Beitrag ein Desiderat der bisherigen Denunziationsforschung zu schließen, indem die Folgen der Denunziation für die Opfer stärker berücksichtigt werden. (ICA)

'Looking at denunciation in the 'Third Reich' from the perspective of Jewish families, the dramatic change in primary and secondary public spheres becomes obvious. Even the intimacy of relationships was no longer a safe haven: the offence of 'race-defilement' opened the bedroom door. Considering both public denunciations and the double role of the media - as denouncers in their own right and as the informers potential address - it becomes obvious that denunciation was woven into every-day-life communication. Thus the borders between public and privat not only became very fluid: the denouncer was part of the permanent construction of a mass subject, which shaped and changed the borderlines between both spheres. Denunciation was an important instrument not only in ostracising the Jews from the public and depriving them even of their privacy. The option to denounce created a laboratory for the regime to test how deep its 'Weltanschauung' penetrated the society.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter everyday life; violence; historical development; persecution of Jews; mass media; Nazism; the public; privacy; genocide; denunciation
Klassifikation Kriminalsoziologie, Rechtssoziologie, Kriminologie; Sozialgeschichte, historische Sozialforschung
Methode deskriptive Studie; historisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2001
Seitenangabe S. 204-218
Zeitschriftentitel Historical Social Research, 26 (2001) 2/3
ISSN 0172-6404
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet (peer reviewed)
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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