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Diskursive Kommunikation und ideologische Beschränkung : die soziokulturellen Bedingungen der Möglichkeit wie der Unmöglichkeit von Diskursen bei Jürgen Habermas

[Diplomarbeit]

Kempf, Victor Immanuel

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-312234

Weitere Angaben:
Abstract Mein Anliegen ist die Herausarbeitung der soziokulturellen Bedingungen der Möglichkeit des Diskurses im habermaschen Sinne im Verhältnis zu denjenigen Bedingungen, welche diese Möglichkeit des Diskurses systematisch unterlaufen. Nachdem ich die normativ imprägnierte Bedeutung des Diskurses für Habermas' Gesellschaftstheorie sowie die Beziehung des Diskurses zum lebensweltlich situierten kommunikativen Handeln nachvollzogen habe, unternehme ich den Versuch der Rekonstruktion der soziokulturellen Verhinderungs- und Ermöglichungsbedingungen von Diskursen, wie sie Habermas selbst in den verschiedenen Passagen seines Werkes modelliert. Einen Zugang zu den Bedingungen der Unmöglichkeit von Diskursen versucht sich Habermas in den frühen 1970ern mit dem psychoanalytisch inspirierten Begriff systematisch verzerrter Kommunikation und in der Theorie des kommunikativen Handelns dann durch das entwicklungslogische Konzept vormoderner Verständigungsformen zu erschließen. Der Bedingung der Möglichkeit von Diskursen möchte sich Habermas über die Nachkonstruktion einer – nach Habermas – kommunikativ induzierten Rationalisierung der Lebenswelt vergewissern. Kritisch setze ich mich gegen Ende insbesondere mit den internen Schwächen der Figur einer Rationalisierung der Lebenswelt auseinander sowie mit der gleichermaßen historischen wie systematischen These, im Zuge der Herausbildung einer rationalisierten Lebenswelt in der Moderne sei die Bedingung der Möglichkeit systematisch verzerrter Kommunikation restlos aufgesprengt worden und mithin nun jede ideologiekritische Suche nach den Verhinderungsbedingungen von Diskursen innerhalb moderner Verständigungsverhältnisse überflüssig. Meine Gegenthese lautet, dass die – alleine auf Mechanismen der Ausdifferenzierung fokussierte – habermaschem Rationalisierungsfigur nicht ausreicht, um das Fortbestehen systematisch verzerrter Kommunikation für die Moderne fundamental auszuschließen. Schließlich möchte ich die These entwickeln, dass die Kolonialisierung der Lebenswelt nicht alleine kommunikative Handlungssphären substituiert, sondern durch diskursverhindernde Verständigungsverhältnisse noch getragen wird.
Thesaurusschlagwörter Habermas, J.; discourse; lebenswelt; sociocultural factors; communicative action; speech act; communication theory; rationalism; communication
Klassifikation Kommunikationssoziologie, Sprachsoziologie, Soziolinguistik; Philosophie, Theologie
Freie Schlagwörter ideale Sprechsituation, rationalisierte Lebenswelt, systematisch verzerrte Kommunikation, Ideologiekritik, kommunikative Rationalisierung, Kolonialisiierung der Lebenswelt, moderne Doxa
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2012
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 137 S.
Status Preprint; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung
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