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Wirkt Psychotherapie wie ein Medikament? : Thesen zu einer sozialwissenschaftlichen Fundierung der Psychotherapieforschung

Is psychotherapy effective like a drug? Theses on a social science foundation of psychotherapy research
[Zeitschriftenartikel]

Kühnlein, Irene; Mutz, Gerd

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-29233

Weitere Angaben:
Abstract Das gängige, aus der Medizin entlehnte Dosis-Wirkungs-Modell als wissenschaftstheoretische Grundlage für die psychotherapeutische Evaluationsforschung wird kritisch erörtert. Dabei wird betont, dass die Gruppenbildung durch die Zugehörigkeit der Therapeuten zu einer bestimmten Schule weder für das therapeutische Handeln noch für die jeweiligen Problem- und Zieldefinitionen angemessen ist. Auch seitens der Klienten reichen psychiatrische Diagnosen nicht zu einer umfassenden Charakterisierung einer Person und deren psychosozialer Problemlage aus. Statistische Überprüfungen von Gruppenunterschieden sind deshalb wenig aussagekräftig. Eine wissenschaftstheoretische Alternative wird in der sozialwissenschaftlichen Psychotherapieforschung gesehen, in der Psychotherapie als interaktive Vermittlung von Erfahrungs-, Erklärungs- und Handlungswissen aufgefasst wird. Dabei sind die Transformationsprozesse bei der Umsetzung dieses Wissens zentral. Diese gelten sowohl für die Verwendung des wissenschaftlich-akademischen Wissens durch die Psychotherapeuten im therapeutischen Prozess als auch für die Verwendung dieses bereits transformierten Wissens durch die Klienten im Alltag. Klienten integrieren die neuen psychotherapeutischen Erfahrungen vor dem Hintergrund unterschiedlicher biographischer Konstruktionsmuster. Solche biographischen Konstruktionsmuster sind übergreifende lebensgeschichtlich gewachsene Wissens- und Erfahrungsbestände, die die subjektiven Störungserklärungen und die Erwartungen an die Therapie bestimmen. Sie beeinflussen weiterhin, in welcher Weise psychotherapeutisches Deutungs- und Handlungswissen aufgenommen wird, und sie determinieren damit die langfristige Wirkung der Behandlung im Alltag. Empirische Untersuchungen erbrachten Hinweise auf typische Transformationsformen, die ausschlaggebend sind für die Ziele der weiteren Lebensgestaltung.
Thesaurusschlagwörter subjectivity; psychotherapy
Klassifikation Forschungsarten der Sozialforschung; psychische Störungen, Behandlung und Prävention
Freie Schlagwörter 3310 Psychotherapy & Psychotherapeutic Counseling; 2260 Research Methods & Experimental Design; 3310 Psychotherapie und psychotherapeutische Beratung; 2260 Forschungsmethoden und Versuchsplanung; Theoretische Orientierung; Medizinisches Modell; Psychotherapeutische Prozesse; Theoretical Orientation; Medical Model; Subjectivity; Psychotherapeutic Processes; Psychotherapy; Empirical Methods; Psychotherapeutic Outcomes; Empirische Methoden; Psychotherapieergebnisse; qualitative social science approach to psychotherapy research, criticism of medical model & basic assumption of qualitative approach, psychotherapeutic processes & psychotherapeutic outcomes & subjective theories
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Seitenangabe S. 33-46
Zeitschriftentitel Journal für Psychologie, 5 (1997) 1
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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