%T Vorzeitiges Sterben in molekularbiologischer Perspektive
%A Boege, Fritz
%J Historical Social Research
%N 4
%P 61-65
%V 34
%D 2009
%@ 0172-6404
%= 2012-03-12T14:06:00Z
%~ GESIS
%> http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-287579
%X 'In molekularer Perspektive ist Sterben nur dann als vorzeitig einzuordnen, wenn die Lebensspanne durch endogene Faktoren präzise vorgegeben ist und/ oder durch Vorgänge abgekürzt wird, die eindeutig außerhalb der physiologischen Funktionsabläufe des betroffenen Organismus liegen. Nach der allgemein anerkannten stochastischen Theorie über das Altern, die wiederum auf den Theorien zur Evolution von Medawar, Martin und Kirkwood basiert, ist die menschliche Lebensspanne durch einen multifaktoriellen stochastischen Prozess begrenzt ist, der keine genaue Vorhersage des Todeszeitpunkt zulässt. Daher hat das menschliche Leben keine eindeutige, intrinsische Begrenzung. In der Konsequenz bedeutet dies, dass der individuelle Todesfall auch nicht als vorzeitig beurteilt werden kann, während allgemeine Aussagen zu einer ganzen Bevölkerung auf Grundlage von epidemiologischen Daten sehr wohl getroffen werden können.' (Autorenreferat)
'From a molecular point of view death is premature when life span is exactly delimited by endogenous factors and shortened by mechanisms and causes that are clearly no part of the internal delimination machinery. According to the most widely accepted, stochastic theory on aging based on the evolutionary theories of Medawar, Martin and Kirkwood, human lifespan is delimited by a multifactorial and stochastic process, not allowing a precise prediction of the endpoint in time. Thus, human life has no clear intrinsic deliminator. Consequently, human death cannot be judged by the above criteria quoad prematureness in the individual case, although general predictions can be made for whole populations on the basis of epidemiological data.' (author's abstract)
%C Deutschland
%G de
%9 Zeitschriftenartikel
%W GESIS - http://www.gesis.org
%~ SSOAR - http://www.ssoar.info