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Klimapolitik und Energieversorgungssicherheit : zwei Seiten derselben Medaille

[Forschungsbericht]

Müller, Friedemann

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-262968

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit
Abstract "Zwei ungelöste Probleme sind aufgrund neuer Besorgnisse in die Schlagzeilen geraten, ohne dass sich bisher neue Strategien abzeichnen: Zum einen scheint das Thema Klimawandel bei dem Kyoto-Prozess allein nach dem Ausstieg der USA und der hinhaltenden Politik Russlands nicht mehr gut aufgehoben. Zum anderen gibt die Sicherheit der Energieversorgung in den Verbraucherländern Anlass zu neuen Überlegung, denn nach anderthalb Jahrzehnten eines intensiven globalen Angebotswettbewerbs hat nicht nur die OPEC ihre Kartell-Macht wiedergewonnen, sondern auch die Nachfrage - insbesondere durch massive Wachstumsraten in den großen Schwellenländer China und Indien - den Ölpreis höher getrieben als von der OPEC beabsichtigt. Alle Prognosen für die nächsten zwei bis drei Jahrzehnte besagen, dass die Marktanteile der Länder, die nicht den Regeln der WTO unterworfen sind, an der Versorgung des Weltmarktes drastisch steigen werden. Dies gilt besonders für die Golfregion, deren langfristige politische Stabilität nicht gewährleistet ist. Eine Reduktion des Anteils fossiler Energie am Energiemix der Verbraucherländer oder, im Falle der Kohle, eine Sequestration der Emissionen, würde beide Probleme abschwächen. Dazu bedarf es vor allem eines Durchbruchs in Forschung und Entwicklung. Verstärkte Anstrengungen sind nicht nur bei erneuerbaren Energien notwendig, sondern auch bei der Entwicklung von Wasserstoff als Treibstoff im Verkehrssektor, der Kohlesequestration sowie bei Technologien, deren wirtschaftliche Anwendung sich nur sehr langfristig abzeichnet, wie der Kernfusion. Um Marktsignale für langfristige Investitionen zu geben, müssen regionale Märkte des Emissionshandels geschaffen werden, die langfristig vereinigt werden. Eine solche Strategie müsste in der G8 vereinbart und abgestimmt werden, um global wirksam werden zu können." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter energy supply; resources; climate change; environmental policy; energy industry; international competition; competitiveness; renewable energy; climate protection; international agreement
Klassifikation spezielle Ressortpolitik
Freie Schlagwörter Kyoto-Protokoll
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2004
Erscheinungsort Berlin
Seitenangabe 25 S.
Schriftenreihe SWP-Studie, S 14
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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