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Die Lust am sicheren Untergang

[Zeitschriftenartikel]

Antoch, Robert F.

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-22407

Weitere Angaben:
Abstract Lust und deren Sicherung stehen immer in einem gewissen Gegensatz zueinander: Wenn Lust Bewegung, Veränderung, Aufregung und Wagnis einschließt, dann besteht Sicherung allemal in einer Minimierung jedweden Risikos. Wer also beides - Lust und deren Sicherung - will, befindet sich auf einer Gratwanderung. Wenn nun der Sicherung ein allzu großer Anteil der Lustmöglichkeiten geopfert wird, kommt es zu psychischen Störungen. Im Einzelleben ist dies der Ausgangspunkt für die Entwicklung von seelischen Krankheiten: in ihnen wird, meist unbewußt, die Sicherung zum Haupt- und Selbstzweck des Lebens. Im Zusammenleben mit anderen Menschen sind es Besitz, Macht und Ausbeutung, die solche Sicherungen zu garantieren scheinen - auch um den Preis von Gewalt oder Krieg. Wie die Geschichte lehrt, ist die Lust an solchen Sicherungen aber eine Lust am sicheren Untergang. Und die stellt eigentlich so etwas dar wie einen sozialen Zwang oder eine kollektive Sucht - entsprungen der verzweifelten Suche nach Bestätigung des unsicheren Selbst bzw. der in Frage gestellten kollektiven Identität.
Thesaurusschlagwörter security; risk; emotionality; identity
Klassifikation Psychologie
Freie Schlagwörter Lust; Sicherung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1995
Seitenangabe S. 42-53
Zeitschriftentitel Journal für Psychologie, 3 (1995) 2
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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