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Zur gesellschaftlichen Bedeutung von Evaluation

Social importance of evaluation
[Arbeitspapier]

Stockmann, Reinhard

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-195838

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Universität des Saarlandes, Fak. 05 Empirische Humanwissenschaften, CEval - Centrum für Evaluation
Abstract Evaluation unterstützt nicht einfach nur den Glauben an den Fortschritt, dann wäre sie nur ein technokratisches Instrument, sondern stellt den Fortschritt selbst gleichzeitig in Frage, indem sie auch die Nebenfolgen in den Blick nimmt. Dies bedeutet allerdings, dass sich Evaluation nicht auf simple Soll-Ist-Vergleiche reduzieren lassen darf, bei denen die gewünschten Ziele mit den realisierten Zuständen verglichen werden, sondern dass Evaluation die nicht-intendierten Folgen ins Zentrum ihrer Betrachtungen stellt. Aus diesen Überlegungen wird hier die Schlussfolgerung gezogen und erörtert, dass Evaluation in unserer Gesellschaft noch nie so notwendig war, wie heute. So vertritt der Autor im ersten Schritt die Auffassung, dass Evaluation keinesfalls nur einem Zweck dient, sondern einer Vielfalt von Zielstellungen, die hier unter den drei Aspekten (1) demokratische Aufklärung, (2) Legitimitätsbeschaffung für Politik und (3) Steuerung von Politik (über Programme, Projekte und Maßnahmen) subsummiert werden. Damit Evaluation als Aufklärungs-, Legitimitäts- und Steuerungsinstrument seine Funktionen entfalten kann, sind Evaluationskapazitäten in verschiedenen Bereichen notwendig: (1) Um seiner aufklärerischen Aufgabe gerecht zu werden, müssen Evaluationskapazitäten in der Gesellschaft aufgebaut werden, die möglichst unabhängig von Auftraggebern und Mittel verwaltenden Stellen agieren können. Evaluationskapazitäten sind auch auf der Ebene der politischen Steuerung notwendig, um die Umsetzung der eigenen Strategien und Politiken zu überprüfen und evaluativ zu begleiten. Dabei können Evaluationen sowohl (2) der Steigerung der politischen Legitimität dienen, als auch (3) der Verbesserung des Steuerungspotenzials, um die eigene Arbeit effizienter und effektiver zu gestalten. Dies ist nicht nur eine Herausforderung für den staatlichen Sektor sondern auch für den Nonprofit-Bereich insgesamt. (ICG2)
Thesaurusschlagwörter analysis procedure; evaluation; society; social factors; impact analysis; method; modernity; institutionalization; political factors; politics; legitimacy; efficiency; steering; political program; political strategy; religion; tradition; economy; culture
Klassifikation Erhebungstechniken und Analysetechniken der Sozialwissenschaften; politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur
Methode deskriptive Studie
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Erscheinungsort Saarbrücken
Seitenangabe 8 S.
Schriftenreihe CEval-Arbeitspapier, 15
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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