%T Theoretische Grundlagen und Perspektiven einer kritischen Psychologie
%A Rexilius, Günter
%J Psychologie und Gesellschaftskritik
%N 1
%P 73-100
%V 15
%D 1991
%K Theorie; Grundlagen; Kritik
%= 2010-12-02T11:54:00Z
%~ SSOAR
%> http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-18636
%X Absicht des vorliegenden Beitrags ist es, den institutionell verfestigten theoretischen Diskurs der Psychologie neu zu beleben. Dies geschieht aus der Perspektive der "Kritischen Psychologie", die gegenwärtig an den Hochschulen nach Meinung des Autors an den Rand gedrängt zu werden droht. Aus folgenden Gründen kann auf den Ansatz der kritischen Psychologie nicht verzichtet werden: (1) Es handelt sich um ein Interpretationsmodell von Mensch und Welt, das in der Tradition materialistischer Philosophie steht, (2) liegt ein Psychologieverständnis zugrunde, welches den Menschen nicht aus seinen Lebensverhältnissen löst und (3) eine programmatische Verbindung von Theorie  und politischem Handeln gefordert wird. "Methodisch bedeuten diese theoretischen Grundlagen kritischer Psychologie, daß sie versucht, herrschaftsfreie Wissenschaft zu sein, d.h. aus dem gängigen Subjekt-Objekt- ein Subjekt-Subjekt-Verhältnis zu machen, daß sie von der Einsicht ausgeht, daß ein methodischer Begriff von Objektivität nicht nur der Wirklichkeit Gewalt antut, sondern auch unberücksichtigt läßt, daß der Forschende in das Leben des zu Erforschenden immer verändernd eingreift; daß sie qualitative Methoden vorzieht, d.h. versucht, hermeneutisch und eingreifend aus dem Forschungs- einen gemeinsamen Erkenntnisprozeß der Beteiligten werden zu lassen." Diese Grundannahmen der kritischen Psychologie stehen nach Meinung des Autors im Einklang mit dem Paradigmenwechsel der Wissenschaften, der sich (in popularisierter Fassung) im "New-Age"-Denken zeigt. (pmb)
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