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Neuerlernen des Naturbezuges lokal und global : Potentiale des Lebens in tropischen Regenwäldern

Relearning of the local and global relationship with nature : potential of life in tropical rain forests
[Konferenzbeitrag]

Müller-Plantenberg, Clarita

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-152513

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Beschleunigter Abbau natürlicher Ressourcen vermittelt sich in wachsendem Maße global. Unterschiedliche lokale Formen, Natur zu nutzen, haben - historisch gesehen - konträre Auswirkungen auf globale Lebensbedingungen gehabt: 1. Verlust des Naturbezuges: lokale Nutzungen gefährden globale Lebensbedingungen a) Naturkatastrophen haben genauer betrachtet oft einen anthropogenen Auslöser (Beispiele von Auswirkungsketten einseitiger großflächiger Eingriffe in tropischen Regenwäldern von Plantagenanbau, Bergbau, etc. vgl. Ab Saber, WRM, IRN u.a.). b) Beschleunigter Rohstoffraubau und Ausdehnung des Handels führen zu globalen Rückwirkungen auf das Klima und zum Abbau von biologischer Vielfalt sowie dem Verlust des Zugangs immer größerer Bevölkerungsgruppen zu frischem Wasser. 2. Erhalt des Naturbezuges: lokale Nutzungen erhalten globale Lebensbedingungen a) Gleichzeitig wird deutlich, dass andere Gesellschaften schützend in die Natureingreifen und ihre Handlungsstrategien bereits über Jahrtausende lebenswichtige Ökosysteme weiter diversifizierten und stärkten (Beispiele von Techniken des Erhalts und der Vermehrung der Vielfalt, der Anreicherung der Böden, der Wälder u.a. vgl. G. Budowski, P. Clastres, V. Shiva vgl. auch kulturelle Symbole, Bilder, Gleichnisse). b) Diese anderen Gesellschaften in tropischen Regenwäldern bestehen jedoch auf ihren Territorien seien es Indigene, Schwarzengemeinschaften, Sammler (Kautschukzapfer, etc.) oder Fischer, da diese für sie Ausgangspunkte der Geschichte, des Wissens über Bewirtschaftung und seiner Erweiterung sind. 3. Gesellschaftliche Naturbezüge lokal und global erlernen bzw. neu verankern a) Es ist daher unumgänglich, dass die Bedingungen für den Erhalt der Potentiale des Lebens auch global erlernt werden. Also ist eine gesellschaftliche Verständigung über schützende Eingriffe in die Natur lokal und global eine lebenserhaltende Erfahrung. b) Die Lernprozesse globalen und lokalen Naturbezuges haben eine Priorität auf für gesellschaftliche Vermittlungsprozesse in Schulen, an Universitäten, in den Medien. Wissen über Naturbezüge ist der Rohstoff aus dem neue gesellschaftliche Werte entstehen und alte gefestigt werden. Hier sind sozialwissenschaftliche interkulturelle interdisziplinäre Forschungen erforderlich." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter conservation; environmental protection; rain forest; nature; society; knowledge; climate change; South America; raw materials; commodity policy; forest; biodiversity; indigenous peoples; rationing; community; quality of life; environmental research; science; interdisciplinary research; Latin America; developing country
Klassifikation Entwicklungsländersoziologie, Entwicklungssoziologie; Ökologie und Umwelt
Methode anwendungsorientiert; Dokumentation
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 1640-1658
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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