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Den Kapitalismus lesen : Überlegungen zum Spannungsverhältnis von Kapitalismus und (politischer) Selbstbestimmung

Read capitalism : reflections on the tense relationship between capitalism and (political) self-determination
[Konferenzbeitrag]

Flügel, Oliver

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-152020

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Die Realisierung einer Praxis kollektiver und individueller Selbstbestimmung in den Gegenwartsgesellschaften hängt konstitutiv von der demokratischen Gestaltbarkeit sozialer Strukturen ab. Die Frage danach, inwiefern eine solche Idee der Selbstbestimmung praktisch zu werden vermag, inwiefern das Wagnis des Selbstregierens gelingen kann, entscheidet sich demnach daran, ob die politisch miteinander verbundenen, aber auch je für sich selbst belassenen Bürgerinnen und Bürger posttraditionaler Gesellschaften über die Bedingungen, die ihr Handeln flankieren, gestaltend verfügen können. Sollen die beiden miteinander verbundenen Dimensionen subjektiver und kollektiver Selbstbestimmung in einer institutionellen Befragungs- und Selbstbefragungspraxis zur Geltung gebracht werden können, dann ist eine prinzipielle Gestaltbarkeit mindestens derjenigen sozialen Strukturen notwendig, die die Entfaltungsmöglichkeiten subjektiver und kollektiver Selbstbestimmung tangieren. Dies aber ist in den Gegenwartsgesellschaften keineswegs der Fall. Vielmehr zeigen sie sich bis in ihre Kapillaren hinein von der naturalisierten sozialen Institution (Dahmer) des Kapitalismus durchdrungen. Durch eine kritische Aneignung von Hegels Begriff der zweiten Natur wird es möglich, den Vorgang der Naturalisierung des Kapitalismus zu verstehen. Allerdings hatte Hegel seinen Begriff der zweiten Natur an der konzeptuellen Stelle ins argumentative Spiel gebracht, an der es ihm darum ging, seine Hoffnung, die sittlichen Institutionen des Staates mögen die atomistischen Handlungsimperative der bürgerlichen Gesellschaft brechen, begrifflich zu unterfüttern. Das Fehlschlagen dieser Hoffnung durch die Naturalisierung des Kapitalismus lässt sich mit der durch Hegels Begriff der zweiten Natur inspirierten Fetisch-Analyse von Marx auch heute noch erhellen. Um diesen an Hegel und Marx gewonnenen Gedanken weiterzuführen empfiehlt sich in einem dritten Schritt ein Rekurs auf Derridas Dekonstruktion. Mit ihrer Hilfe lässt sich zeigen, dass eine philosophisch informierte Kritik der Gegenwartsgesellschaften die Form einer Dekonstruktion von Naturalisierungen annehmen muss." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter capitalism; self-determination; society; Hegel, G.; Marx, K.; Derrida, J.; bourgeois society; concept; nature; deconstructivism; present; politics; naturalization
Klassifikation Philosophie, Theologie
Methode Dokumentation; Grundlagenforschung; wissenschaftstheoretisch
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 2277-2287
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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