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Die "natürliche Ordnung" moderner Staatlichkeit : Bioethik und Demokratie aus der Sicht eines Mitgliedes des Deutschen Nationalen Ethikrates

The "natural order" of modern statehood : bioethics and democracy in the opinion of a member of the German National Ethics Council
[Konferenzbeitrag]

Stark, Carsten

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-151989

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Der Vortrag beschäftigt sich mit dem Themenfeld Bioethik. Fokussiert wird dabei der Diskurs zur Stammzellenforschung der erst vor kurzem neuen Auftrieb gewonnen hat. Die Positionen in diesem Diskurs laufen quer zu bewährten Explanans der Politikfeld- oder Diskursanalyse. Weder kann man Positionen an wirtschaftlichen Interessen noch gar an (partei-)politischen Überzeugungen fest machen. Die Fragen der Bioethik durchschneiden gewohnte Koalitionen wie dies in ähnlichem Ausmaße nur noch bei Fragen des Schwangerschaftsabbruches der Fall war. Kann von einem sich anbahnenden 'Kulturkampf' gesprochen werden (Hintze 2001) oder geht in den Kampf zu ziehen für eine 'Forschung ohne Fesseln' (Schröder 2005)? Viel interessanter ist es, den Diskurs aus professionssoziologischer Sicht als einen Kampf um gesellschaftliche Deutungsmacht zu verstehen. Aber auch hier handelt es sich nicht um einen Kampf verschiedener Professionen um Definition und Lösung gesellschaftlich wahrgenommener Problemlagen, als vielmehr um einen Kampf des Professionalismus (Freidson) gegen den Pluralismus als politischer Ordnungszusammenhang. Deutlich wird dies an den im Diskurs offenbarten Legitimationsmustern professioneller Argumentation und den darin enthaltenen Vorstellungen vom Diskurs als solchem und von demokratischen Entscheidungsfindungsprozessen. Anhand der Interpretation von narrativen Interviews mit 20 Mitgliedern des Deutschen Nationalen Ethikrates werden diese Legitimationsmuster einer professionalistischen Argumentation dargestellt und einer wissenssoziologischen Analyse unterzogen. Deutlich wird dabei, dass sich der professionalisierte Diskurs nicht nur als eine Methode der Generierung gleichsam unpolitischer, 'natürlicher' Problemgenerierungen darstellt, sondern sich zudem mit demokratischen Entscheidungsfindungsprozessen nur schwer vereinbaren lässt. Der Deutsche Nationale Ethikrat dient dabei als Bühne dieses gesellschaftlich stark politisierten Schauspiels." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Federal Republic of Germany; bioethics; democracy; biotechnology policy; steering; stem cell research; discourse; ethics; policy area; policy studies; political conflict; decision making; decision making process; conflict resolution; sociology of science; pluralism; professionalization
Klassifikation Wissenssoziologie; Wissenschaftssoziologie, Wissenschaftsforschung, Technikforschung, Techniksoziologie; Philosophie, Theologie
Methode Dokumentation; empirisch; empirisch-qualitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 2326-2336
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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