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"Denen geht's ja dann noch dreckiger, als sie sowieso schon aussehen" : Körperwahrnehmung im Kontext "Jugendobdachlosigkeit"

They are in an even worse situation than they actually appear" : physical perception in the context of "youth homelessness"
[Konferenzbeitrag]

Flick, Uwe; Röhnsch, Gundula

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-151817

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Auf der Straße lebende Jugendliche gelten als besonders gefährdete Gruppe - durch die aktuellen Lebensbedingungen und das eigene 'riskante' Verhalten. Sehr intensiver Alkohol- und Drogen-Konsum ist gepaart mit aus finanziellen Gründen qualitativ und quantitativ oft ungenügender Ernährung. Gesundheitliche Beeinträchtigungen werden oft ignoriert, so dass die Jugendlichen erst im Notfall zum Arzt gehen. In diesem lebensweltlichen Kontext bündelt sich eine Vielzahl sozialer Probleme: Ausbreitung und Verstetigung der Obdachlosigkeit, Verbreitung sexueller Erkrankungen und verstärktes Auftreten von Gewalt, Prostitution und delinquentem Verhalten. Wenn auch das Risikoverhalten in seiner Phänomenologie sehr unterschiedlich sein kann, besteht eine Gemeinsamkeit darin, dass vielfältige soziale und lebensweltliche Probleme sich in einer unangemessenen Wahrnehmung des (eigenen bzw. fremden) Körpers und einem unangepassten Umgang mit dem Körper manifestieren. Der Zusammenhang zwischen der Körperwahrnehmung und der Lebensweise obdachloser Jugendlicher wird hier behandelt auf der Basis von Interviews aus einem DFG-Projekt zum Gesundheitsverhalten von Straßenjugendlichen in Bereichen wie Alkohol- und Drogenkonsum, Sexualverhalten, Ernährung, Umgang mit Beeinträchtigungen und Inanspruchnahme formeller Hilfen. Dabei zeigt sich u.a., dass sich die Repräsentation sozialer Probleme und gesundheitlicher Beeinträchtigungen auch entlang der Dimension ‚mein Körper und die Körper der Anderen' beschreiben lässt. Die Jugendlichen unterscheiden sich darin, ob sie 1. nur anderen Jugendlichen extremes körperliches Leiden unterstellen, wogegen der eigene körperliche Zustand und die eigene Lebensweise positiv erscheinen; 2. ausschließlich den Körper anderer Szenemitglieder als potentielle Infektionsquelle wahrnehmen, wogegen der eigene ('reine' und 'unbefleckte') zu schützen ist oder 3. den Körper der Anderen als 'weich', den eigenen jedoch als hart und unberührbar wahrnehmen. Beispiele solcher Körperwahrnehmungen werden für den Umgang mit sozialen Problemen diskutiert, um Konsequenzen für eine zielgruppenspezifische Prävention abzuleiten." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Federal Republic of Germany; adolescent; homelessness; body; perception; street urchin; living conditions; alcohol consumption; drug use; nutrition; illness; violence; prostitution; way of life; interdependence; health behavior; social problem; target group; prevention
Klassifikation Gesundheitspolitik; Familienpolitik, Jugendpolitik, Altenpolitik; soziale Probleme; Sozialwesen, Sozialplanung, Sozialarbeit, Sozialpädagogik
Methode anwendungsorientiert; Dokumentation; empirisch; empirisch-qualitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 2540-2551
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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