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"Demographisierung" als Chance : Überlegungen aus stadtsoziologischer Perspektive

"Demographization" as an opportunity : reflections from the viewpoint of urban sociology
[Konferenzbeitrag]

Steinführer, Annett

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-151728

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Stadtsoziologische Untersuchungen wenden sich derzeit verstärkt demographischen Wandlungsprozessen und ihrer Relevanz für städtische Entwicklungen zu. In zweierlei Hinsicht lässt sich für die Stadtforschung tatsächlich von einer zunehmenden 'Demographisierung' sprechen: Einerseits bilden die Folgen demographischer Entwicklungen den wichtigsten Ausgangspunkt des prosperierenden Forschungszweiges zur 'Schrumpfung', andererseits sind private Haushalte - insbesondere die 'neuen' Haushaltstypen - als zentrale Akteure der Stadtentwicklung breit akzeptiert. Im Vortrag sollen die Chancen und Grenzen einer wachsenden Bedeutung demographischer Prozesse und Merkmale anhand von stadtsoziologischen Beispielen diskutiert werden. Dabei ist zunächst zu fragen, ob sich die 'Demographisierung' auf Kosten von (oder einfach nur zusätzlich zu) traditionellen sozio-ökonomischen und kulturalistischen Zugängen vollzieht. Auch soll geklärt werden, was an diesem Phänomen neu ist - lässt sich doch in der Forschung zur sozialräumlichen Ungleichheit in der Stadt seit Anbeginn eine starke Bedeutung demographischer Aspekte nachweisen. Danach wird argumentiert, dass die 'Demographisierung' der Sozialstrukturforschung auch als Chance einer 'Soziologisierung' demographischer Konzepte verstanden werden kann. Denn es vollziehen sich tatsächlich bedeutsame gesellschaftliche Wandlungsprozesse (z.B. die signifikante Verkleinerung der Haushalte innerhalb weniger Jahrzehnte), die soziologisch zu erklären sind. Ein handlungstheoretisches Konzept 'Haushalt' ist dafür eine wichtige Grundlage, von dem ausgehend über die Bedeutung dieses Akteurs (in Abgrenzung zu 'rein' individualistischen Zugängen) für städtische Prozesse zu reflektieren wäre. Nach der Thematisierung der Chancen, die eine stärkere Berücksichtigung demographischer Prozesse und Merkmale mit sich bringt, soll abschließend auf die Grenzen einer solchen Konzeptualisierung eingegangen werden. Kritisch zu beleuchten sind eine neue Einseitigkeit, der Konstruktcharakter und die inhärente Dimension 'traditioneller' Ungleichheit auch askriptiver Merkmale wie Haushalts- oder Lebensform." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Federal Republic of Germany; population development; urban sociology; urban development; demographic aging; social change; social actor; social structure; social space; inequality; single; private household; infrastructure; action theory; household size; way of life; impact
Klassifikation Siedlungssoziologie, Stadtsoziologie; Bevölkerung
Methode anwendungsorientiert; Dokumentation; Theorieanwendung
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Teilbd. 1 u. 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 33. Kongress "Die Natur der Gesellschaft". Kassel, 2006
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2008
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 2653-2662
ISBN 978-3-593-38440-5
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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