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Der unmögliche Subtyp: Unter welchen Oberbegriff passen 'virtuelle Gemeinschaften?

The impossible subtype: under which generic term do 'virtual communities' fall?
[Konferenzbeitrag]

Gläser, Jochen

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-144162

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Der Begriff 'virtuelle Gemeinschaft' ruht auf zwei umstrittenen Annahmen. Erstens wird unterstellt, dass virtuelle Gemeinschaften ein Subtyp von Gemeinschaften sind, d.h. unter eine allgemeine Definition von Gemeinschaft fallen. Befürworter und Gegner dieser Auffassung operieren mit einem Gemeinschaftsbegriff, der auf der Dimension 'emotio-ratio' beruht und Gemeinschaft mit Tönnies und Weber auf der 'emotio'-Seite ansiedelt. Die Zweckmäßigkeit gerade dieser Begriffsbildung wird durch Studien zu 'realweltlichen' Gemeinschaften in Frage gestellt. Diese Spannung lässt sich auf zwei Wegen auflösen: Wenn man konsequent an der Tönniesschen Definition festhält, findet man empirisch nur noch wenige Gemeinschaften, kann das 'Verschwinden von Gemeinschaft' konstatieren und die Existenz virtueller Gemeinschaften zurückweisen. Die Alternative besteht darin, nach einem neuen, abstrakteren Gemeinschaftsbegriff zu suchen, der die in jüngster Zeit als Gemeinschaften beschriebene Kollektive und die klassischen Tönniesschen Gemeinschaften als Subtypen enthält. Ein zweites Problem entsteht durch die Entscheidung für 'das Virtuelle' als ein Attribut von Gemeinschaften, das eine Typenbildung rechtfertigt. Dieser Entscheidung liegt die nicht hinterfragte Annahme zugrunde, 'virtuell' sei ein für die Soziologie der Gemeinschaft relevantes Merkmal. Vergleicht man jedoch 'virtuelle Gemeinschaften' mit 'realweltlichen', dann wirkt der Begriff 'Virtuelle Gemeinschaft' eher wie eine Sammelbezeichnung für ganz unterschiedliche Phänomene und nicht wie ein theoretischer Begriff. Es scheint zweckmäßiger, die ordnungsbildenden Merkmale in Gemeinschaften als primäres Unterscheidungskriterium zu verwenden und auf dieser Grundlage virtuelle und realweltliche Varianten von Gemeinschaften miteinander zu vergleichen. Dass Typisierungen anhand soziologischer Merkmale zweckmäßiger sind als der Bezug auf das Kommunikationsmedium, zeigt ein Vergleich realweltlicher wissenschaftlicher Gemeinschaften und virtueller Open Source Software produzierender Gemeinschaften." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter virtual community; concept; definition; behaviorism; alternative; comparison; reality; sociologist
Klassifikation Allgemeine Soziologie, Makrosoziologie, spezielle Theorien und Schulen, Entwicklung und Geschichte der Soziologie
Methode Grundlagenforschung
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Soziale Ungleichheit, kulturelle Unterschiede: Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München. Teilbd. 1 und 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Soziale Ungleichheit - kulturelle Unterschiede". München, 2004
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 1882-1891
ISBN 3-593-37887-6
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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