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Zur Entstehung einer neuen Privatheit in Russland : Transformationsprozesse und ihre biographische Verarbeitung

Origins of new privacy in Russia : transformation processes and their biographical assimilation
[Konferenzbeitrag]

Ritter, Martina

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-143878

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Die Entstehung einer marktwirtschaftlich organisierten und in Ansätzen sich demokratisierenden Gesellschaft wird von den Subjekten des Alltags unterschiedlich erfahren und verarbeitet. Eine der zentralen sozialstrukturellen Veränderungen im neuen Russland ist sicher die Entstehung von gesellschaftlichen Sphären, die sich an die Verfasstheit der bürgerlichen Gesellschaften annähern: Es differenzieren sich in spezifischer Weise unabhängige gesellschaftliche Sphären der Politik, der Ökonomie, der Öffentlichkeit und des Privaten in dem Maße heraus, in dem die einigende Perspektive einer autoritär regierenden Partei ihre Definitionsmacht verloren hat. Den Verfasser interessiert hier insbesondere die Entstehung einer neuen privaten Sphäre, die sich von der vormaligen sowjetischen Privatheit (die es gegeben hat) deutlich unterscheidet. Die Trägerschichten dieser neuen Deutungen des Privaten sind die neu entstehenden Mittelschichten, die sich erfolgreich an die Anforderungen von Aktivität, Arbeits- und Leistungsorientierung und selbst organisierte Weiterbildung in der ökonomischen Sphäre angepasst haben. Die 'Privatisierung' des familialen Lebens und der Beziehungsgestaltung, die durch das Wegbrechen sowjetischer Organisationsformender Freizeitgestaltung, Kinderbetreuung, Betriebsanbindung und des Familienlebens sowie durch die Anforderungen neuer Sphären gekennzeichnet werden kann, ist in dieser sozialen Gruppe besonders deutlich. Die Analyse narrativer Interviews mit Ehepaaren zeigt, wie beiden patriarchalen Regime der alten Sowjetunion und des marktwirtschaftlich organisierten Westens sich kombinieren und in der Auseinandersetzung um Neudefinitionen von Hausarbeit, Familienarbeit, Männlichkeit und Weiblichkeit, Freizeitgestaltung und Konfliktbewältigung ein neuer kultureller Deutungshorizont erzeugt wird. Es lassen sich verschiedene generationen- und genderdifferente Typen der biographischen Verarbeitung rekonstruieren, in denen sich die Verfestigung neuer sozialer Ungleichheiten und Konflikte sowie neue Strukturen der Privatheit zeigen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Russia; privacy; post-communist society; social change; everyday life; social structure; politics; economy; the public; middle class; family; social relations; married couple; masculinity; femininity; conflict mediation; social inequality; transformation; USSR successor state; post-socialist country
Klassifikation Allgemeine Soziologie, Makrosoziologie, spezielle Theorien und Schulen, Entwicklung und Geschichte der Soziologie
Methode deskriptive Studie; empirisch; empirisch-qualitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Soziale Ungleichheit, kulturelle Unterschiede: Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München. Teilbd. 1 und 2
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Soziale Ungleichheit - kulturelle Unterschiede". München, 2004
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 2255-2265
ISBN 3-593-37887-6
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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