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Medien-Fantasien: Schauplätze psychischer Realität und des Begehrens

Media fantasies: staging psychic reality and desire
[Zeitschriftenartikel]

Hipfl, Brigitte

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-17327

Weitere Angaben:
Abstract Im Unterschied zu der im Alltagsverständnis üblichen Gegenüberstellung von Realität und Fantasie wird in philosophischen und psychoanalytischen Konzeptionen die Verschränkung dieser beiden Begriffe betont und Fantasie als eine das menschliche Leben bestimmende Kraft angesehen. Unter den gegenwärtigen Bedingungen, in denen Medien eine zentrale Rolle zukommt, stellt sich die Frage nach dem Stellenwert der in den Medien angebotenen Fantasien. Aus einer psychoanalytischen Perspektive wird argumentiert, dass aktuelle Film- und Fernsehinhalte in Analogie zu Bruno Bettelheims Ausführungen zu Märchen grundlegende Fragen und Probleme menschlicher Existenz thematisieren und dass die Faszination der Zuschauerinnen und Zuschauer und für bestimmte Medieninhalte auf einer Übereinstimmung mit der "psychischen Realität" der medialen Darstellungen beruht. Darüber hinaus fungieren mediale Fantasien als Inszenierungen des Begehrens, die lehren, wie und was begehrt wird, und die Positionen des Begehrens anbieten, die in der Medienrezeption angenommen werden können.

Contrary to a common sense understanding of reality and fantasy as opposed concepts, the interconnectedness of these two terms is stressed in psychoanalysis. Fantasy is seen as a life-determining force. Under contemporary conditions where media are of central importance, the question of the role of media fantasies emerges. From a psychoanalytic perspective this paper argues that contemporary film and media content represent fundamental and existential questions and problems, analogous to Bruno Bettelheims ground-breaking research on fairy tales. The pleasure in consuming media is based on a correspondence of the "psychic reality" that forms when the media and its reception are brought together in the imaginary. Additionally, media fantasies are seen as mise-en-scène of desire – on the one hand, teaching us how and what to desire, on the other hand, offering us positions of desire we can take when watching film or tv.
Klassifikation Allgemeines, spezielle Theorien und Schulen, Methoden, Entwicklung und Geschichte der Psychologie; Wirkungsforschung, Rezipientenforschung
Freie Schlagwörter 2750 Mass Media Communications, Realität, 1220 theoretical discussion, psychoanalytic approach to role of fantasies in mass media, representation of basic problems of human existence & psychological reality & enactment of desire & reception of mass media
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2004
Seitenangabe S. 115-129
Zeitschriftentitel Journal für Psychologie, 12 (2004) 2
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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