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Die deutsche Gesellschaft nach der Vereinigung aus der Sicht eines Europäers

German society after unification in the opinion of a European
[Konferenzbeitrag]

Cavalli, Alessandro

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-140488

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Mir sind keine Meinungsforschungsuntersuchungen darüber bekannt, wie die Einstellungen der europäischen Bevölkerung zur deutschen Einheit aussehen. In Ermangelung empirischer Daten ist man auf die Meinungen verwiesen, die in der Tagespresse erscheinen. Grundsätzlich können Meinungen und Einstellungen schwach oder stark begründet sein, aber auch schwach begründete Meinungen beeinflussen das Verhalten, wie dies bei Vorurteilen der Fall ist. In der Beurteilung des vereinten Deutschland liegt eine Ambivalenz vor: 1. Der Prozeß der wirtschaftlichen und sozialen Integration der neuen Bundesländer wird als erfolgreich hingestellt. Das neue Deutschland hat die Übergangsphase inzwischen durchlaufen und ist im Begriff, eine Hegemonie über Europa auszuüben. Die Stärke der DM wird mit wirtschaftlicher und, darüber vermittelt, mit politischer Macht gleichgesetzt. Dieser ersten Beurteilung steht eine zweite gegenüber: 2. Die Schwierigkeiten der Integration der neuen Bundesländer sind größer als erwartet. Die Bewältigung dieser Schwierigkeit erfordert alle Anstrengungen der Bundesbürger. Durch diese Aufgabenverlagerung nach innen wird Deutschland nach außen isoliert. Folglich wird es seine Rolle als Motor der Einigungsprozeß Europas vernachlässigen. Das Problem der nationalen Einigung gewinnt Vorrang vor dem Problem der europäischen Einigung. Bei aller Widersprüchlichkeit dieser beiden Beurteilungen drücken sie beide eine gemeinsame Befürchtung aus. Das neue vereinte Deutschland wird in beiden Positionen als unbequemer Partner befürchtet, das eine Mal, weil seine Präsenz zu groß, das andere Mal, weil seine Präsenz zu klein ist. Beide Positionen leiten sich aus einer einseitig gestellten Frage ab: Was kann Europa von Deutschland erwarten ? Man sollte sich vielmehr auch die umgekehrte Frage stellen: Was kann Deutschland von den anderen europäischen Partner bei der Bewältigung seiner innerdeutschen Probleme erwarten? Man hat übersehen, daß 17 Millionen Ost-Deutsche gleichzeitig Bürger der EU geworden sind und daß ihre Integration in Europa nicht nur eine innerdeutsche, sondern eine gesamteuropäische Herausforderung bedeutet." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter Federal Republic of Germany; reunification; society; public opinion; Western Europe; Europe; integration; hegemony; national integration
Klassifikation Europapolitik
Methode deskriptive Studie
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Gesellschaften im Umbruch: Verhandlungen des 27. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Halle an der Saale 1995
Herausgeber Clausen, Lars
Konferenz 27. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Gesellschaften im Umbruch". Halle, 1995
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1996
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 552-562
ISBN 3-593-35437-3
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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