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Selbstbilder und Beziehungsideale im 20. Jahrhundert : Individualisierungsprozesse im Spiegel von Bekanntschafts- und Heiratsinseraten

Self-images and relationship ideals in the 20th century : individualization processes reflected in advertisements for partners or spouses
[Konferenzbeitrag]

Buchmann, Marlis; Eisner, Manuel

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-140044

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Praktiken der privaten Lebensführung sind immer sowohl das Ergebnis strukturell vorgegebener Lebensbedingungen wie auch das Resultat kulturell geprägter Idealvorstellungen des richtigen Lebens. Im Mittelpunkt unseres Beitrages steht die letztere analytische Ebene, die kulturelle Ebene des Wandels von Leitidealen des Selbst sowie deren Zusammenhang mit Idealvorstellungen der privaten Beziehung im 20. Jahrhundert. Im Verlauf der Entwicklung der modernen Gesellschaft ist es zu erheblichen Veränderungen sowohl hinsichtlich der kulturellen Einstufung des Stellenwertes des Individuums wie auch hinsichtlich der Kodierung seiner Qualitäten, Eigenschaften und Tugenden gekommen. Aus dieser Sicht bedeutet Individualisierung zweierlei. Sie impliziert erstens eine Steigerung der Rechte und Pflichten, die dem Individuum zugestanden und auferlegt werden. Zweitens kommt es im Modernisierungsprozess zu einer qualitativen Umkodierung von individueller Identität im Sinne einer stärkeren Betonung von Reflexivität und Autonomie. Zwischen solchen Veränderungen von Leitidealen des Selbst und dem Wandel von Beziehungsidealen ist ein enger Zusammenhang anzunehmen: In dem Maße, in dem sich Individuen eher als autonome, reflexive, erlebnisorientierte Entitäten definieren, werden ihre auf Beziehungen bezogenen Ideale der Lebensführung sich eher an Vorstellungen wie Partnerschaft, gegenseitigem Verständnis und gemeinsamem Erleben orientieren. Die erwarteten Zusammenhänge werden anhand einer äußerst geeigneten, aber bislang weitgehend vernachlässigten historischen Datenquelle untersucht. Es handelt sich um einen repräsentativen Datensatz von rund 7300 Bekanntschafts- und Heiratsinseraten, die zwischen 1900 und 1992 in zwei schweizerischen Tageszeitungen erschienen sind. Das analytische Ziel besteht darin, mittels computergestützter Inhaltsanalyse die vorgefundenen semantischen Elemente der Inserate auf eine möglichst geringe Anzahl von Grundtypen von Selbstidealen und solchen von Bezichungsidealen zu reduzieren und diese zueinander in Beziehung zu setzen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter self-image; way of life; example; partner relationship; marriage; individualization; newspaper; advertisement; contact; wedding; Switzerland
Klassifikation Sozialpsychologie
Methode deskriptive Studie
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Differenz und Integration: die Zukunft moderner Gesellschaften ; Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Dresden 1996
Herausgeber Hradil, Stefan
Konferenz 28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Differenz und Integration. Die Zukunft moderner Gesellschaften". Dresden, 1996
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Verlag Campus Verl.
Erscheinungsort Frankfurt am Main
Seitenangabe S. 343-357
ISBN 3-593-35852-2
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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