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Intergenerationale Scheidungstransmission in Deutschland: Relevanz und Erklärungsansätze

Intergenerational divorce transmission in Germany: relevance and explanation approaches
[Konferenzbeitrag]

Diefenbach, Heike

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-139372

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Als Scheidungstransmission bezeichnet man die Beobachtung, daß bei Personen, die in ihrer Kindheit oder Jugend die Scheidung ihrer Eltern erlebt haben, eine höhere Wahrscheinlichkeit besteht, daß ihre eigene Ehe geschieden wird, als bei Personen, die während ihrer Kindheit oder Jugend keine Scheidung der elterlichen Ehe erlebt haben. Ein Zusammenhang zwischen der Instabilität der elterlichen Ehe und der Scheidung der Kinder wurde bereits in den 60er Jahren von U.S.-amerikanischen Autoren konstatiert. In Deutschland hat die Hypothese von der Scheidungstransmission erst in den letzten Jahren Beachtung gefunden, was angesichts der häufig thematisierten Steigerung der Scheidungsziffern (bzw. der Stagnation der Scheidungsziffern auf relativ hohem Niveau) in Deutschland wie in fast allen westlichen Staaten erstaunen muß, impliziert die Hypothese von der Scheidungstransmission doch, daß es sich bei der Ehescheidung um einen sich selbst verstärkenden Prozeß handelt, dessen Wachstumsrate exponentiell verläuft. Neben der Studie von Wagner (1993), die einen signifikant positiven Einfluß von Stiefelternfamilien auf das Scheidungsrisiko der Kinder ergab, gibt es bisher lediglich einen einzigen Beleg für die Existenz der Scheidungstransmission in Westdeutschland, den Diekmann u. Engelhardt (1994) anhand der Daten der 1. Welle des Familiensurveys erbracht haben. Der Vortrag knüpft an diese Befunde an: Anhand empirischer Daten wird gezeigt, daß die Hypothese der Scheidungstransmission auch für Ostdeutschland bestätigt werden kann. Vor dem Hintergrund dieser Befunde werden einige Erklärungsansätze (u.a. Lernen am Modell, ökonomische Deprivation, unzureichende soziale Kontrolle) skizziert, und es wird untersucht, inwieweit aus diesen Ansätzen empirisch prüfbare Hypothesen abgeleitet werden können, die zur Erklärung der Befunde für Ost- und Westdeutschland beitragen." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter divorce; Intergenerational relations; Federal Republic of Germany; parent-child relationship; step-parents; family; family socialization; child; experience; learning; generation
Klassifikation Familiensoziologie, Sexualsoziologie
Methode deskriptive Studie
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Differenz und Integration: die Zukunft moderner Gesellschaften ; Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Oktober 1996 in Dresden ; Band 2: Sektionen, Arbeitsgruppen, Foren, Fedor-Stepun-Tagung
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Differenz und Integration. Die Zukunft moderner Gesellschaften". Dresden, 1996
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 117-121
ISBN 3-531-12878-7
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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