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Vom internen Arbeitssystem zur Dezentralisierung: Die Frühverrentung im Wandel betrieblicher Strategien

From an internal work system to decentralization: early retirement in changing company strategies
[Konferenzbeitrag]

Teipen, Christina

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-139291

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract "Bislang wurde die Frühverrentung in internen Arbeitssystemen als dominantes Problemlösungsinstrument genutzt, das die konsensuelle Bewältigung von Krisen ermöglichte. In dieser betrieblichen Erfahrungsgeschichte waren Vorruhestandsregelungen bei den Beschäftigten beliebt und stellten für Betriebsräte erfolgreiche Verhandlungsarenen dar. So konnte das Management Personalkostensenkungen vornehmen, ohne das bisherige korporatistische System von Erwartungssicherheiten durch konfliktbehaftete Personalabbaumaßnahmen in Frage zu stellen. Diese Charakterisierung ist Bestandteil einer Typologie von Verrentungsformen, die auf der Grundlage von zwanzig Betriebsfallstudien in einem Forschungsprojekt entwickelt wurde. Es wird eine Intensivstudie in einem westdeutschen Chemieunternehmen herausgegriffen, für die qualitatives Material für den Zeitraum von 1985 bis 1996 vorliegt. Ziel des Referats ist es, exemplarisch die Auswirkungen von strategischen Veränderungen auf die mikropolitischen Aushandlungsprozesse betrieblicher Akteure am Beispiel der Rolle der Frühverrentung zu diskutieren. Seit 1994 soll unteren Hierarchieebenen und einzelnen Unternehmensteilen eine größere Eigenverantwortlichkeit verliehen werden. Mit der operativen Dezentralisierung wird die auf Langfristigkeit zielende Arbeitskräftestrategie auf kurzfristige Renditen am Aktienmarkt umorientiert. Die strategische Dezentralisierung desintegriert den großbetrieblichen Zusammenhalt zugunsten flexibler Abstoß- und Ausgliederungsmöglichkeiten einzelner Unternehmensteile. Nicht zuletzt schwächt die Dezentralisierungsstrategie die Machtposition des Betriebsrats. Im Ergebnis stellen sich die Reorganisationen als Kostensenkungsstrategien ohne emanzipatorische Verbesserungen dar. Sie erodieren das etablierte kooperative innerbetriebliche Politikmuster und drängen aufgrund der neuen Flexibilisierungsoptionen die Rolle der Frühverrentung an den Rand." (Autorenreferat)
Thesaurusschlagwörter work system; decentralization; pension; early retirement; provision for old age; firm; employee; works council; wage costs; corporatism; layoffs; Federal Republic of Germany; chemical industry; hierarchy; capacity to work; cost reduction
Klassifikation Personalwesen
Methode empirisch; empirisch-qualitativ
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Differenz und Integration: die Zukunft moderner Gesellschaften ; Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Oktober 1996 in Dresden ; Band 2: Sektionen, Arbeitsgruppen, Foren, Fedor-Stepun-Tagung
Herausgeber Rehberg, Karl-Siegbert
Konferenz 28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Differenz und Integration. Die Zukunft moderner Gesellschaften". Dresden, 1996
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1997
Verlag Westdt. Verl.
Erscheinungsort Opladen
Seitenangabe S. 161-165
ISBN 3-531-12878-7
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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