More documents from Kudera, Werner; Ruff, Konrad; Schmidt, Rudi

Export to your Reference Manger

Please Copy & Paste
Bibtex-Export
Endnote-Export

       

Zur Interessenorientierung und Interessenstrategie von Angestellten

[conference paper]

Kudera, Werner; Ruff, Konrad; Schmidt, Rudi

fulltextDownloadDownload full text

(758 KByte)

Citation Suggestion

Please use the following Persistent Identifier (PID) to cite this document:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-136694

Further Details
Corporate Editor Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Abstract Mit dem Beitrag soll belegt werden, daß im Gefolge von betrieblichen Ökonomisierungsstrategien die traditionell eher harmonistische Angestelltenmentalität in bestimmten Momenten brüchig wird. Die Ausführungen beruhen auf einer Vorauswertung von qualitativen Interviews, die im Rahmen einer Angestelltenstudie geführt wurden. Ausgangsthese ist die Vorstellung, daß für Arbeiter und Angestellte jenseits aller vorab in den Betrieb mitgebrachten Erwartungen und Orientierungen der betriebspolitische Kontext und betriebliche Konflikterfahrung auf den verschiedenen Ebenen von Interessenauseinandersetzungen von Gewicht für die aktuelle Struktur des Interessenbewußtseins sind. Während von Arbeitern der betriebspolitische Kontext als ein mehr oder minder transparentes und dichotomes Kräfteverhältnis zwischen Arbeiterbelegschaft und Unternehmensleitung interpretiert wird, ist für die Angestellten der betriebspolitische Kontext der Ausdruck einer hierarchischen Ordnung individueller Leistungskonkurrenz um interessante und einträgliche Positionen. In der Kategorie des Betriebsbildes werden die Vorstellungen der Angestellten über die Struktur des Betriebs, über die betrieblichen Austauschbeziehungen und die Form der Konkurrenz von Angestellten als Bezugsrahmen für die Interessenorientierung untereinander zusammengezogen. In den Ausführungen wird folgender Befund deutlich: Wenn Angestellte ein nicht mehr so distanziertes Verhältnis zu Gewerkschaft und Betriebsrat erkennen lassen, bedeutet dies nicht Identifikation mit diesen Institutionen, wie sie für Arbeiter charakteristisch ist, sondern zunächst lediglich die Einbeziehung von bislang als kaum tauglich erachteten Mitteln ins nach wie vor individualistisch ausgerichtete Interessenkalkül. (RW)
Classification Sociology of Work, Industrial Sociology, Industrial Relations
Method empirical
Free Keywords industrielle Beziehungen; Bundesrepublik Deutschland; Interessenorientierung; Angestellter; Interessenvertretung; Interesse; IG Metall; Strategie; Themenbereich 2: Industrielle Beziehungen;
Collection Title Sozialer Wandel in Westeuropa: Verhandlungen des 19. Deutschen Soziologentages in Berlin 1979
Editor Matthes, Joachim
Conference 19. Deutscher Soziologentag "Sozialer Wandel in Westeuropa". Berlin, 1979
Document language German
Publication Year 1979
Publisher Campus Verl.
City Frankfurt am Main
Page/Pages p. 341-353
ISBN 3-593-32620-5
Status Published Version; reviewed
Licence Deposit Licence - No Redistribution, No Modifications
top