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Die Autonomie internationaler Organisationen : Lehren aus der systemtheoretischen Organisationstheorie

The autonomy of international organizations: lessons from system-theoretical organization theory
[Konferenzbeitrag]

Gehring, Thomas

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-130649

Weitere Angaben:
Abstract Der Verfasser entwirft Grundzüge einer systemtheoretisch informierten Theorie internationaler Organisationen. Er beginnt mit einer Skizze der Grundidee der Theorie sozialer Systeme und der systemtheoretischen Konzeption formaler Organisationen als Entscheidungssysteme. Diese Grundkonzeption wird auf internationale Institutionen übertragen. Dabei wird deutlich, dass bereits einfache Verhandlungssysteme alle Bedingungen eines optimalen Entscheidungssystems erfüllen und deshalb als Minimalform einer internationalen Organisation betrachtet werden können. Sie verfügen genau in dem Ausmaß über Autonomie, in den Entscheidungsspielräume entstehen. Die Autonomie eines Entscheidungssystems steigt, wenn es funktional spezialisierte Subsysteme ausbildet und systemspezifische Entscheidungen aufgrund komplexerer Entscheidungsprogramme trifft. In einem dritten Schritt werden Implikationen der systemtheoretisch informierten Theorie internationaler Organisationen diskutiert. Dabei wird deutlich, dass internationale Organisationen vergangenheitsabhängige nicht-triviale Maschinen darstellen. Es entsteht eine dynamische Konzeption internationaler Steuerungsinstitutionen, deren jeweils gültige Verhaltenserwartungen sich durch organisatorische Folgeentscheidungen beständig fortentwickeln. Funktional ausdifferenzierte Organisationen, in denen Entscheidungen aus dem Zusammenwirken mehrerer jeweils spezialisierter Subsysteme hervorgehen, verfügen nicht mehr über ein Zentrum, von dem aus sich die gesamte Organisation kontrollieren ließe. Schließlich wird erkennbar, wie internationale Organisationen die Fähigkeit zum eigenständigen Handeln erlangen und dadurch zu Akteuren werden. (ICE2)
Thesaurusschlagwörter international organization; system theory; organization theory; information processing; political governance; international regime; organizations; social system; decision making; social actor; subsystem; UNO; EU; international relations; WTO
Klassifikation Organisationssoziologie, Militärsoziologie; internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik
Methode Grundlagenforschung; Theoriebildung; Theorieanwendung
Titel Sammelwerk, Herausgeber- oder Konferenzband Die organisierte Welt: internationale Beziehungen und Organisationsforschung
Herausgeber Dingwerth, Klaus; Kerwer, Dieter; Nölke, Andreas
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2009
Verlag Nomos Verl.-Ges.
Erscheinungsort Baden-Baden
Seitenangabe S. 60-95
Schriftenreihe Internationale Beziehungen, 12
ISBN 978-3-8329-4934-1
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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