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Lebensstile in der Familie

Life styles in the family
[Forschungsbericht]

Klocke, Andreas; Lück, Detlev

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-116483

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb)
Abstract "Lebensstile bezeichnen persönliche Arrangements, die die Bereiche Arbeit, Familie, Freizeit, Kultur und Lebensorientierung umspannen. Sie sind damit u.a. in den Kontext der Familiensoziologie gestellt. Die lebhafte Diskussion über Lebensstile ist in den letzten Jahren deutlich abgeflacht. In den Jahren zuvor sind in der Bundesrepublik Deutschland eine ganze Reihe von Beiträgen zur Bedeutung, Konzeptionalisierung und Operationalisierung von Lebensstilen erschienen (Zapf 1987. Hradil 1987, Lüdtke 1989, Müller 1992, Schulze 1992, Vester u.a. 1993, Klocke 1993, Spellerberg 1996, Georg 1998, Hartmann 1999). Die deutsche Wiedervereinigung hat zudem 'alte' und regionale soziale Ungleichheiten wieder stärker in das Bewusstsein gehoben, und das Lebensstilthema gilt vielen Kolleginnen und Kollegen als ein überholtes westdeutsches 'gute-Zeiten-Paradigma'. Nun sollten sozialwissenschaftliche Kategorien und Konzepte nicht nach Themenkonjunkturen bemessen, sondern anhand ihrer Tauglichkeit in der Theoriegewinnung und insbesondere in der empirischen Forschung bewertet werden. Und hier zeigt das Lebensstilkonzept eine beeindruckende Erklärungskraft, die in vielen Fällen klar über die traditionellen Schicht-, Berufsgruppen- und Klassenmodelle hinausreicht (Otte 1997, Schneider/ Spellerberg 1999). Warum also auf ein bewährtes Instrument in der Sozialforschung verzichten? Lebensstile werden oftmals mit modernen, gut ausgebildeten jungen Menschen (vorzugsweise Singles) identifiziert, was wie steht es um die Lebensstile im Familienkontext? In welchem Umfang variieren die Lebensstilmuster der Menschen mit der Familienform? Wie unterschiedlich sind Lebensstile in Familien verteilt, und gehen diese mit unterschiedlichen subjektiven Befindlichkeiten, Wertorientierungen und sozialen Beziehungen einher? Gehen einige Lebensstilforscher von einem einheitlichen Lebensstil 'des Haushalts', also aller Haushaltsmitglieder aus (Zapf 1987), so verfolgen andere Forscher das Konzept rein auf Individualebene (Müller 1992), womit implizit unterschiedlich gelebte Lebensstile in der Familie möglich sind. Ausgehend von der Familie als sozialem Netzwerk, lautet eine der zentralen Fragestellung sowohl der engeren Lebensstilforschung als auch der Familiensoziologie, inwieweit praktizieren bzw. präferieren Familienmitglieder ähnliche oder differierende Stile der Lebensführung. Im ersten Abschnitt wird das Lebensstilkonzept im Kontext der aktuellen familiensoziologischen Forschung vorgestellt. Daran anschließend werden im zweiten Abschnitt Lebensstile in der Bundesrepublik Deutschland an Hand des ALLBUS 1998 im Überblick dargestellt und nach der Familien- und Haushaltszusammensetzung analysiert. In einem dritten Abschnitt wird die Fragestellung weitergeführt, indem empirische Analysen zu Ähnlichkeiten und Differenzen von individuellen Lebensstilen im Familienkontext vorgenommen werden. Hierzu werden Daten aus dem SOEP 1998 herangezogen. Der Bericht schließt mit einem kurzen Resümee zu der analytischen Kraft des Lebensstilkonzepts in der Familiensoziologie." (Textauszug)
Thesaurusschlagwörter family; Federal Republic of Germany; life style; typology; spouse; parents; child; siblings
Klassifikation Familiensoziologie, Sexualsoziologie
Methode empirisch; empirisch-quantitativ; Theorieanwendung
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2001
Erscheinungsort Bamberg
Seitenangabe 63 S.
Schriftenreihe ifb-Materialien, 3-2001
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
Datenlieferant Dieser Metadatensatz wurde vom Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften (USB Köln) erstellt.
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