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Wer nutzt Weblogs für kollaborative Lern- und Wissensprozesse? Ergebnisse der Befragung 'Wie ich blogge?!' 2005

[Arbeitspapier]

Schmidt, Jan; Mayer, Florian L.

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-9893

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Universität Bamberg, Fak. Geistes- und Kulturwissenschaften, Forschungsstelle "Neue Kommunikationsmedien"
Abstract Weblogs werden zunehmend in formellen und informellen Lernszenarien erprobt, in denen sie zwei Aspekte des Umgangs mit Wissen verbinden, nämlich die Kodifizierung und Personalisierung von Informationen. Das vorliegende Arbeitspapier stellt ausgewählte Ergebnisse einer breit angelegten Studie zu Weblogs im deutschsprachigen Raum vor. Im Mittelpunkt der Auswertung stehen die "W-Blogger", also diejenigen Personen, die ihr Weblog führen, um Wissen mit anderen zu teilen. Diese Gruppe umfasst etwa ein Drittel aller Befragten; der typische W-Blogger ist männlich, formal höher gebildet, in Arbeit, 20 bis 40 Jahre alt und in höherem Maße technik-affin als andere Blogger. Wie andere Praktiken des Bloggens auch, umfasst das "W-Blogging" Aspekte des Identitäts-, des Beziehungs- und des Informationsmanagements. Einige Besonderheiten lassen sich aus den Umfragedaten ablesen: Selbstdarstellung und Identitätsmanagement leisten die W-Blogger durch einige spezifische Publikationsroutinen - so dominieren kommentierte Verweise auf andere Online-Quellen gegenüber eher episodenhaften Texten und anderen Inhalten. W-Blogger legen auch in stärkerem Maße als übrige Gruppen Hinweise auf ihre Identität offen. Diese Personalisierung der Informationen erleichtert den Lesern die Kontextualisierung der veröffentlichen Texte. In Bezug auf das Beziehungsmanagement unterscheiden sich W-Blogger weniger in Anteil und Anzahl der Kommentare, sondern vor allem in Umfang und Ausrichtung ihrer Blogroll, in der auf andere thematisch einschlägige und regelmäßig gelesene Weblogs verwiesen wird. Die stärksten Unterschiede zeigen sich schließlich beim Informationsmanagement: W-Blogger haben ein größeres Repertoire an Informationsquellen und bedienen sich in stärkerem Maße der RSS-Technologie, um sich über Aktualisierungen auf dem Laufenden zu halten. Ähnlich wie für andere Blogger-Typen gilt auch für die W-Blogger, dass sich ihre soziale Beziehungen im Verlauf der eigenen "Blogger-Karriere" erweitern und stabilisieren – solche weblogbasierten sozialen Netzwerke stellen dem Einzelnen Sozialkapital zur Verfügung, das für erfolgreiche Lern- und Wissensprozesse mobilisiert werden kann.
Thesaurusschlagwörter online media; computer-mediated communication; social actor; software; German-speaking area; self-presentation; personalization; information management; social network; online survey; social relations; weblog; web 2.0
Klassifikation Kommunikationssoziologie, Sprachsoziologie, Soziolinguistik; interpersonelle Kommunikation; interaktive, elektronische Medien
Methode empirisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 2006
Erscheinungsort Bamberg
Seitenangabe 17 S.
Schriftenreihe Berichte der Forschungsstelle "Neue Kommunikationsmedien", 06-02
Status Veröffentlichungsversion; nicht begutachtet
Lizenz Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerz., Keine Bearbeitung
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