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Ease of retrieval as information : another look at the availability heuristic

Erinnerungsvermögen als Information : eine andere Sicht auf die Heuristik der Verfügbarkeit
[working paper]

Schwarz, Norbert; Bless, Herbert; Strack, Fritz; Klumpp, Gisela; Simons, Annette

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Please use the following Persistent Identifier (PID) to cite this document:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-67234

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Corporate Editor Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen -ZUMA-
Abstract Es wird von drei Experimenten berichtet, die zeigen, daß Individuen subjektiv erlebtes Erinnerungsvermögen als Information bei der Bewertung der Bedeutung des Erinnerten benutzen. Besonders diejenigen Testpersonen, die sich an Situationen erinnern sollten, in denen sie sich positiv verhielten und sich wohlfühlten, schätzten sich im Rückblick positiver ein als Personen, die sich Situationen ins Gedächtnis rufen sollten, in denen sie sich nicht positiv verhielten und sich unsicher fühlten. Dieser Effekt der Wertigkeit der Erinnerung bestand jedoch nur bei denjenigen Testpersonen, die sich an sechs Beispiele der betreffenden Wertigkeit erinnern sollten, was ihnen leichtfiel. Wenn sich die Personen an zwölf Beispiele erinnern sollten, was sie schwierig fanden, kehrte sich die Wirkung der Wertigkeit ins Gegenteil um. In diesem Fall berichteten die Testpersonen eher von einem positiven Gefühl bei der Erinnerung an Beispiele negativen als an Beispiele positiven Verhaltens. Offensichtlich kamen sie zu dem Schluß, daß die Verhaltensweisen, an die sie sich erinnerten, nicht häufig oder typisch sein konnten, wenn sie nur schwierig ins Gedächtnis zu rufen waren (Experimente 1 und 2). In Übereinstimmung mit dieser Interpretation wurde die Wirkung des erlebten Erinnerungsvermögens ausgeschaltet, wenn die Testpersonen ihre subjektiven Erfahrungen irrigerweise auf die Wirkung vorübergehender äußerer Einflüsse zurückführen konnten (Experiment 3). Diskutiert werden die Konsequenzen für das Wirken besonders der Verfügbarkeitsheuristik und der Funktionen subjektiver Erfahrungen als Information im allgemeinen. (ICAübers)

Three experiments are reported that indicate that individuals use the subjectively experienced ease of recall as information in evaluating the implications of recalled content. Specifically, subjects who had to recall situations in which they behaved assertively and felt at ease, subsequently rated themselves as being more assertive than subjects who had to recall situations in which they behaved unassertively and felt insecure. However, this effect of valence of recall was only obtained when subjects had to report six examples of the respective valence, which they found easy to do. If subjects had to recall twelve examples, which they found difficult to bring to mind, the impact of valence reversed. In that case, subjects reported higher assertiveness after recalling examples of unassertive rather than assertive behaviors. Apparantly, they concluded that the recalled behaviors could not be frequent and typical if they were difficult to bring to mind (Experiments 1 and 2). In line with this interpretation, the impact of experienced ease of recall was eliminated when the subjects could misattribute their subjective experience to the operation of transient external influences (Experiment 3). Implications for the operation of the availability heuristic in particular, and the informative functions of subjective experiences in general, are discussed. (author's abstract)
Keywords evaluation; experience; reminiscence; memory; information; perception
Classification Psychology; Social Psychology
Method empirical
Document language English
Publication Year 1990
City Mannheim
Page/Pages 38 p.
Series ZUMA-Arbeitsbericht, 1990/06
Status Published Version; reviewed
Licence Deposit Licence - No Redistribution, No Modifications
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