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Variationen der Fragenreihenfolge als Instrument der Kausalitätsprüfung : eine Untersuchung zur Neutralisationstheorie devianten Verhaltens

Variations in the question sequence as an instrument of causality testing: a study on the neutrality theory of deviant behavior
[research report]

Schwarz, Norbert; Bayer, Andreas

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Please use the following Persistent Identifier (PID) to cite this document:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-67061

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Corporate Editor Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen -ZUMA-
Abstract 'Fragenreihenfolgeeffekte werden in der empirischen Sozialforschung meist als unerwünschte Störvariablen betrachtet. Kognitionspsychologische Überlegungen (Schwarz, 1987; Schwarz und Strack, 1981) zeigen jedoch, daß gezielte Variationen der Fragenreihenfolge zur Prüfung substantieller Kausalhypothesen eingesetzt werden können. Dies wird am Beispiel der Neutralisationstheorie von Sykes und Matza vorgeführt. Gemäß dieser Theorie sind Personen um so eher bereit, ein Delikt zu begehen, je mehr sie über 'neutralisierende' Kognitionen verfügen, die das Delikt rechtfertigen. Da jedoch neutralisierende Kognitionen häufig als Rationalisierung bereits begangener Delikte gebildet werden, sind die verfügbaren Daten auch mit der einfacheren Hypothese kompatibel, daß Personen, die bereits ein Delikt begangen haben, mit höherer Wahrscheinlichkeit auch weitere Delikte begehen. Zur Prüfung des vermuteten kausalen Einflusses neutralisierender Kognitionen auf die Deliktbereitschaft wurde die kognitive Zugänglichkeit neutralisierender Kognitionen experimentell variiert. Die Hälfte der Vpn las zunächst die Beschreibung eines spezifischen Deliktes (Warenhausdiebstahl) und beurteilte eine Reihe neutralisierender Kognitionen, die für die Begehung dieses Deliktes angeboten wurden. Anschliessend berichteten sie für mehrere unterschiedliche Dekte die Wahrscheinlichkeit, daß sie sie selbst begehen könnten. Andere Vpn beurteilten die Wahrscheinlichkeit eigenen Deliktverhaltens vor der Beschäftigung mit neutralisierenden Kognitionen. Wie erwartet führte eine erhöhte kognitive Verfügbarkeit neutralisierender Kognitionen zum Bericht höherer Deliktwahrscheinlichkeit: Vpn, die zuvor über neutralisierende Kognitionen nachgedacht hatten, hielten es für wahrscheinlicher, daß sie selbst eine Reihe von Delikten begehen könnten als Vpn, denen neutralisierende Kognitionen weniger zugänglich waren. Theoretische und methodologische Implikationen werden diskutiert.' (Autorenreferat)
Keywords survey; data collection method; interdependence; cognitive factors; problem
Classification Methods and Techniques of Data Collection and Data Analysis, Statistical Methods, Computer Methods; Social Psychology
Method basic research; development of methods
Document language German
Publication Year 1989
City Mannheim
Page/Pages 23 p.
Series ZUMA-Arbeitsbericht, 1989/23
Status Published Version; reviewed
Licence Deposit Licence - No Redistribution, No Modifications
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