@article { Bockhorni2009,
 title = {Privatisierung der Sozialarbeit – auch eine Chance?},
 author = {Bockhorni, Michael},
 journal = {Sozialarbeit in Österreich},
 number = {Nr. 3},
 year = {2009},
 url = {http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-66788},
 abstract = {Unsere Gesellschaft ist im Wandel begriffen. Der Neoliberalismus setzte dem sozialen Gesellschaftsmodell ein Ende. Dieser Wandel stellt den bisherigen Rahmen der Sozialarbeit in Frage. Aufgrund der Verknüpfung der Sozialarbeit mit dem Staat - als Auftraggeber und Geldgeber - entsteht bzw. verschärft sich mit dem Rückzug des Staates auch eine Identitäts- und Finanzierungskrise der Sozialarbeit. Neben den zentrifugalen und egozentrischen Tendenzen gibt es auch Hinweise auf den Bedarf an Bindung und Zusammenhalt. Wie soziale Kohäsion hergestellt wird, ist von grundlegender Bedeutung für die zukünftige Gesellschaft. Der Umgang mit Diversität, mit Ambivalenzen und Widersprüchen, das Aushandeln gemeinsamer Realitäten und Werte in einer individualisierten und globalisierten Gesellschaft sind Anforderungen der Zukunft. Damit steigt der Bedarf an Kompetenz zur Gestaltung menschlicher Beziehungen und sozialer Netze. Diese Kompetenz wird der Sozialarbeit von Führungskräften der Wirtschaft aus eigener Erfahrung in Austauschprogrammen attestiert. Die Sozialarbeit selbst ist sich zwar dieser Kompetenzen (auf Nachfrage) bewusst, ihre Qualitäten, ihren Nutzens und ihre Wirkung kann sie aber nur unzureichend darstellen. Wenn das Soziale an gesellschaftlicher Bedeutung gewinnt, sich die Rolle des Staates wandelt, dann muss sich die Sozialarbeit überlegen, wer hinkünftig den Auftrag erteilt, soziale Kohäsion und Sozialkapital zu schaffen. Es könnte bedeuten, dass sie einem Markt gegenübersteht, auf dem sie sich darstellen und positionieren muss. Die Schärfung des Kompetenzprofils und die Verbesserung der Wahrnehmbarkeit bzw. Darstellung der Expertise ist und wird (eine) zentrale Herausforderung der Berufsgruppe darstellen. Möglicherweise wird auch eine Veränderung der Begrifflichkeit notwendig, wie sie vom Begriff "Fürsorge" auf "Sozialarbeit" schon einmal stattgefunden hat.},
}