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Tests als Treatment : wie die psychologische Messung ihren Gegenstand verändert

Tests as treatment : how psychological measurement changes their subject
[Forschungsbericht]

Nebel, Antje; Strack, Fritz; Schwarz, Norbert

Zitationshinweis

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgenden Persistent Identifier (PID):http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-66518

Weitere Angaben:
Körperschaftlicher Herausgeber Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen -ZUMA-
Abstract 'Urteile beruhen auf dem Teilsatz potentiell relevanter Information, der Befragten zum Urteilszeitpunkt kognitiv leicht verfügbar ist. Sofern die Beantwortung diagnostischer Fragebogen Information aktiviert, die die Befragten anderenfalls nicht berücksichtigen würden, sollten nachfolgende Urteile von der Beantwortung eines solchen Fragebogens beeinflußt werden. Dabei sollten spezifische Fragen, wie sie üblicherweise in diagnostischen Fragebogen enthalten sind, allgemeine Urteile zum Befragungsgegenstand stärker beeinflussen als umgekehrt. Diese Hypothesen wurden anhand der Geburtsangstskala - GAS - von Lukesch getestet. 53 Schwangere bearbeiteten die GAS (spezifische Fragen zu potentiell angsterregenden Aspekten der Geburt) und beurteilten anschließend ihre Geburtsangst im allgemeinen. Die Hälfte der Befragten beantwortete zusätzlich die allgemeine Geburtsangstfrage vor der Testbearbeitung. Die Bearbeitung der spezifischen Fragen beeinflußte die Antworten auf die allgemeine Frage. Die Richtung des Einflusses war abhängig von der Erfahrung mit dem Befragungsgegenstand. Erstgebärende, die einen Geburtsvorbereitungskurs absolviert hatten, berichteten nach Beantwortung der GAS höhere, Zweitgebärende jedoch geringere allgemeine Geburtsangst. Die Beantwortung der allgemeinen Frage beeinflußte hingegen nicht die Beantwortung der spezifischen Fragen.' (Autorenreferat)

'Individuals do not use all the information that is potentially relevant for a judgment. Instead they use the subset of information that is most easily accessible from memory. If diagnostic tests activate information that is not spontaneously used, test answering should influence subsequent related judgments. Moreover, specific questions should have a stronger influence on general ones than vice versa. These hypotheses were tested with a German questionnaire designed to assess birth anxiety by 77 specific birth-related questions. 53 pregnant women answered this questionnaire and subsequently judged their general birth anxiety. Half of the subjects reported their general birth anxiety also before responding to the questionnaire. As expected, answering specific questions did influence the responses to the general question. The direction of influence, however, depended on the experience with the topic. Women who were pregnant for the first time and had participated in a program to prepare them for birth reported higher general birth anxiety after answering the specific anxiety questions. Women who had already given birth, reported lower general birth anxiety after answering the specific anxiety questions. On the other hand, answering the general question in the beginning did not influence responses to the specific questions.' (author's abstract)
Thesaurusschlagwörter questionnaire; measurement; psychology; test; test construction; therapy
Klassifikation Erhebungstechniken und Analysetechniken der Sozialwissenschaften; Psychologie
Methode Grundlagenforschung; wissenschaftstheoretisch
Sprache Dokument Deutsch
Publikationsjahr 1988
Erscheinungsort Mannheim
Seitenangabe 26 S.
Schriftenreihe ZUMA-Arbeitsbericht, 1988/01
Status Veröffentlichungsversion; begutachtet
Lizenz Deposit Licence - Keine Weiterverbreitung, keine Bearbeitung
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